US-Musikindustrie schrumpfte 2003 etwas weniger
In den USA sank im vergangenen Jahr der Wert der ausgelieferten Musik gegenĂĽber dem Vorjahr um 4,3 Prozent.
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In den USA sank im vergangenen Jahr der Wert der ausgelieferten Musik um 4,3 Prozent gegenüber 2002. Vor zwei Jahren war der Wert gegenüber 2001 um 6,8 Prozent zurückgegangen, teilt die Recording Industry Association of America (RIAA) mit. Nach Stückzahlen ging die Anzahl der ausgelieferten Songs und Alben im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent zurück, während der Schwund im Jahr 2002 noch 7,8 Prozent betragen hatte. Die Zahlen berücksichtigen nicht die Ergebnisse der Online-Musikdienste.
An Musik-CDs lieferte die US-amerikanische Musikindustrie 745,9 Millionen StĂĽck aus, 7,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Gesamtwert habe 11,2 Milliarden US-Dollar betragen. Im Jahr 2002 waren es noch 12 Milliarden US-Dollar. Eine prosperierende Sparte ist die der Musikvideos, vor allem dank Musik-DVDs. Hier steigerte die Musikindustrie die Auslieferung um 64,1 Prozent auf 17,5 Millionen StĂĽck bei einem Gesamt wert von 369,6 Millionen US-Dollar. Diese Summe liegt 56,4 Prozent ĂĽber der des Vorjahres.
Insgesamt wurde 2003 Musik im Wert von 11,05 Milliarden US-Dollar ausgeliefert. Hierbei gibt die RIAA die Summe der Preise in den Plattenläden an, während bei den Einzelposten auch andere Märkte berücksichtigt sind.
RIAA-Chef Cary Sherman erläuterte jüngst in London, 31 Prozent des Rückgangs bei den Musikverkäufen in den Jahren 1999 bis 2002 seien durch illegal vertriebene Musikstücke verursacht worden. "Noch nie wurde so viel Musik konsumiert wie heute, nur wird weniger dafür bezahlt", meinte Sherman am Donnerstag. Nielsen Soundscan hatte übrigens zum Jahresanfang eine Schrumpfung der Musikverkäufe um 0,8 Prozent festgestellt.
Ausgelieferte Musik in den USA 2003 (in Mio. StĂĽck)
Quelle: Boycott-RIAA.com