DVB-T ab Oktober im Rhein-Main-Gebiet

Vertreter von Rundfunkanstalten sowie der Landesmedienanstalten haben heute die Vereinbarung zur EinfĂĽhrung des digitalen Antennenfernsehens fĂĽr Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-WĂĽrttemberg unterzeichnet.

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Im Oktober 2004 startet das digitale terrestrische Fernsehen DVB-T (Digital Video Broadcasting -- Terrestrial) im Rhein-Main-Gebiet. Vertreter des öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunks sowie der Landesmedienanstalten haben am heutigen Montag die Vereinbarung zur Einführung des digitalen Antennenfernsehens für Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg unterzeichnet.

Im Rhein-Main-Gebiet sollen vom 4. Oktober an zunächst acht öffentlich-rechtliche Fernsehprogramme digital über Antenne zu empfangen sein. Zusätzliche öffentlich-rechtliche sowie private Programme folgen am 6. Dezember, wenn in der Region die analogen, terrestrischen Kanäle abgeschaltet werden. Dann soll sich das Angebot auf über 24 Programme erweitern.

Die drei in Hessen gelegenen Sendestationen werden ein Gebiet zwischen Gießen und Heidelberg, Mainz und Aschaffenburg versorgen. Rund 3,2 Millionen Einwohner sollen dann DVB-T mit einer Zimmerantenne empfangen können, über Dachantenne etwa 6,5 Millionen Einwohner. In weiten Bereichen des Versorgungsgebietes soll auch portabler und mobiler Fernsehempfang möglich werden. Der Ausbau weiterer DVB-T-Versorgungsinseln in den Ländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg erfolgt voraussichtlich im Jahr 2005.

Nach der Einführung von DVB-T in Berlin und Brandenburg im Jahr 2002 wurde dort im vergangenen Jahr völlig auf digitale terrestrische Ausstrahlung umgestellt. Weitere Regionen sollen folgen: Noch vor dem Rhein-Main-Gebiet startet DVB-T am 24. Mai in den Ballungsräumen Hannover/Braunschweig, Bremen/Unterweser und Köln/Bonn, in München und Nürnberg soll der TV-Empfang per DVB-T im Oktober 2004 starten. Am 8. November geht das digitale terrestrische Fernsehen in den Regionen Hamburg/Lübeck und Düsseldorf/Ruhrgebiet in Betrieb. 2005 folgen weitere Ballungsräume in Deutschland, wie zum Beispiel im zweiten Quartal in München und Nürnberg. (anw)