Mit System: Zwei neue Micro-FourThirds-Modelle von Panasonic
Panasonic erweitert sein spiegelloses Micro-FourThirds-System gleich um zwei weitere Modelle. Dabei setzt der Hersteller bei der Lumix G2 zum ersten Mal auf eine Bedienung ĂĽber ein Touch-Display.
- Rebecca Stolze
(Bild:Â Panasonic)
Mit der Lumix G2 stellt Panasonic die erste Systemkamera mit Wechselobjektiven vor, die per Touchscreen-Bedienung gesteuert wird. Ein einfaches Antippen des dreh- und schwenkbaren 3-Zoll-Displays (ca. 480 × 320 Pixel / 60 B/s) soll reichen, um den Kontrast-Autofokus und die Belichtung auf das Motivdetail zu konzentrieren und sogar gleich auszulösen – falls gewünscht. Die Touch-Autofokus-Bedienung steht auch bei den HD-Videoaufnahmen (1280 × 720 Pixel) zur Verfügung. Zusätzlich zum Motion-JPEG-Format speichert die G2 Bewegtbilder auch im platzsparenden AVCHD-Lite-Format ab. Ein Anschluss für ein externes Stereomikrofon fehlt auch nicht.
Neben dem Display steht wie schon bei der Vorgängerin Lumix G1 ein hochauflösender Sucher mit einer 0,7-fachen Vergrößerung zur Verfügung, der sich zuschaltet, sobald das Auge in das Sucherokular blickt. Der 17,3 mm × 13,0 mm große Live-MOS-Sensor löst weiterhin 12 Megapixel auf und soll mit dem neuen Bildprozessor Venus Engine HD2 für mehr Bildqualität sorgen. Der soll drei Bildbestandteile automatisch erkennen und bearbeiten – Kanten werden betont und hervorgehoben, in fein strukturierten Bereichen werden die Details betont, und bei kontrastarmen und unscharfen Flächen soll eine Rauschunterdrückung für gleichmäßig softe Flächen ohne Farbstörungen sorgen. Die ISO-Empfindlichkeit reicht von ISO 100–6400.
(Bild:Â Panasonic)
Neben der rein manuellen Steuerung der Kamera stehen eine Vielzahl von Automatiken, wie Gesichtserkennung und Bewegungserkennung zur Verfügung. Neu bei den Motivprogrammen ist die "Periphere Unschärfe“, die dafür sorgen soll, dass sich das Hauptmotiv scharf von seinem
leicht unscharfen Umfeld abhebt. Der „intelligente Automatik“-Modus soll mit Motiverkennung, automatischer Programmwahl, der Abstimmung des OIS-Bildstabilisators und der Belichtung vor allem unerfahrenen Fotografen die Aufnahme stimmiger Fotos erleichtern. Er kann über eine eigene Taste aus jeder anderen Einstellung heraus sofort aktiviert werden. Zusätzlich können bevorzugte Einstellungen als Individualfunktion gespeichert werden.
Panasonic Lumix G10
(Bild:Â Panasonic)
Die G10 unterscheidet sich kaum von der G2. Wie diese löst sie 12 Megapixel auf, hat den neuen Bildprozessor an Bord und bietet ein 3-Zoll-Zoll-Display (7,6 cm) mit einer Auflösung von 153.000 Pixeln. Anders als bei der G2 ist der Monitor allerdings fest verbaut. Auch der Sucher fällt etwas "kleiner" aus und löst statt mit 1.440.000 mit nur 202.000 Punkten auf; bei 0,52-facher-Vergrößerung. Videos zeichnet die G10 ebenfalls mit 1280 × 720 Pixeln (30 fps) im Motion-JPEG-Format auf – das AVCHD-Lite-Format bietet die Systemkamera nicht.
Beide Kameras speichern die Daten auf SD/SDHC-Karten, sind aber auch für das neue SDXC-Format gerüstet. Die Abmessung der Gehäuse mit 124 mm × 83,6 mm × 74 mm ist identisch, wobei die G10 mit 336 Gramm 35g leichter als die G2 ist. Während die G2 schon ab Mai in den Farben Schwarz, Rot und Blau auf den Markt kommen soll, wird die Lumix G10 (nur Schwarz) erst im Juni erscheinen. Panasonic gibt für beide Modelle noch keinen Preis bekannt.
Zeitgleich mit den neuen Kameras bringt Panasonic mit dem Lumix G-Vario 3,5-5,6/14-42mm Asph./OIS ein besonders kleines und leichtes bildstabilisiertes Standard-Zoom für Micro-FourThirds-Kameras auf den Markt (siehe Kamera-Bilder oben). Der Brennweitenbereich entspricht praxisgerechten 28-84 mm (umgerechnet auf 35 mm-Kleinbild). Mit einem kürzesten Aufnahmeabstand von 30 cm selbst bei längster Brennweite wird ein Abbildungsmaßstab von maximal 0,32× erreicht. Sieben Lamellen sollen eine nahezu runde Blendenöffnung für ein gefälliges Bokeh ergeben. Die Konstruktion besteht aus 12 Linsen in 9 Gruppen, darunter eine asphärische Linse. Die Optik soll ab Juni lieferbar sein, einen Preis nannte der Hersteller hier ebenfalls noch nicht. (rst)