Android NDK mit Unterstützung für OpenGL ES 2.0

Googles Android Native Development Kit r3 unterstützt den Grafikstandard OpenGL ES 2.0, wodurch sich Vertex- und Fragment-Shader nutzen und zum Beispiel 3-D-Spiele für Android-Geräte entwickeln lassen.

vorlesen Druckansicht 13 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Alexander Neumann

Die neue Version von Googles Android Native Development Kit (NDK) unterstützt den Grafikstandard OpenGL ES 2.0 (Open GL for Embedded Systems). Dadurch sind Entwickler in der Lage, Vertex- und Fragment-Shader mit der OpenGL Shading Language (GLSL) zu verwenden und zum Beispiel 3-D-Spiele für Android-Geräte zu entwickeln. Die Bibliotheken des Grafikstandards funktionieren bei Geräten, die mindestens Version 2.0 des Android-Betriebssystems enthalten. Das zurzeit aktuelle Release der Plattform ist Android 2.1.

Normalerweise laufen Android-Applikationen innerhalb von Googles Java Virtual Machine Dalvik. Im Juni des letzten Jahres hatte der IT-Konzern dann das Android NDK vorgestellt, ein mit dem "normalen" Android Software Development Kit (SDK) vergleichbarer Werkzeugbaukasten, mit dessen Tools und Build-Dateien Android-Entwickler Teile ihrer Anwendungen in nativen Codesprachen wie C und C++ schreiben können. Das NDK funktioniert allerdings nur in Verbindung mit dem Android SDK.

Ebenfalls neu in der aktuellen Version, die mit dem Versionsanhängsel "r3" veröffentlicht wurde, sind mit GCC 4.4.0 neu kompilierte Binärdateien. Die Binarys sollen dadurch kompakter und effizienter sein als die mit der Vorgängerversion 4.2.1 erzeugten. Es finden sich aber auch weiterhin die mit GCC 4.2.1 kompilierten Binarys, da GCC 4.4.0 rigider als die Vorgängerversion vorgeht und es sein kann, dass es gewisse Template-Deklarationen nicht kompiliert.

Für Verwirrung mag die neue Versionierung sorgen. "r3" steht für "Revision 3". Damit möchten die Entwickler verdeutlichen, dass das NDK mit unterschiedlichen Android-Versionen funktioniert. Frühere Version des NDK waren mit der Android-Versionierung konform, obwohl auch diese schon mehrere Android-Versionen unterstützten.

Siehe dazu auch:

(ane)