Dresdner Internetfirma mit Lösungen für Rettungsdienste
Die Einsätze von Rettungsdiensten oder Feuerwehren müssen künftig nicht mehr von einer Leitstelle aufwendig abgerechnet werden, meint Netzing Solutions.
Die Einsätze von Rettungsdiensten oder Feuerwehren müssen künftig nicht mehr von einer Leitstelle aufwendig abgerechnet werden. Die Dresdner Firma Netzing Solutions AG stellt auf der CeBIT 2004 in Hannover in der kommenden Woche entsprechende Internetlösungen vor. "Wir entwickeln als Dienstleister eine so genannte Portaltechnologie, die maßgeschneidert auf die Interessen der Kunden zugeschnitten ist", sagte Bernd Schneider, verantwortlich für Entwicklung bei der Netzing Solutions AG Dresden, am Donnerstag der dpa.
Nach einem erfolgreichen Probebetrieb arbeiten beispielsweise die Berufsfeuerwehren Kassel und Salzgitter mit dem Rettungswachenportal. Dort werden alle Transportleistungen erfasst, Gebührenbescheide vorbereitet und über eine Abrechnungssoftware ausgedruckt. Rund 800 Rettungswagen nutzen bundesweit bereits das Netzing-System zur Weiterverarbeitung der Daten von Krankenkassen-Chipkarten.
Über ein weiteres Internetportal -- www.notrufsms.de -- könne auch der Einsatz von Rettungskräften bei Havarien, Unfällen oder Naturkatastrophen organisiert werden, sagte Schneider. "Neben dem Internet werden dazu nur noch Handys benötigt, über die heute fast jeder verfügt", sagte er. Nach der Hochwasserkatastrophe 2002 in Sachsen sei ihm die Idee gekommen, das Internet und Handys künftig zur Alarmierung von Helfern zu nutzen. Danach werden in virtuellen Datenbanken die Telefonnummern aller betreffenden Mitarbeiter und Helfer gespeichert. Im Notruffall können über ein spezielles Center in Sekundenschnelle zeitgleich beliebig viele Menschen alarmiert werden. "Mit einem herkömmlichen Handy-System könnten pro Minute höchstens zwei bis vier SMS versendet werden." Auf den Kunden kämen keine Investitionskosten zu, die Abrechnung erfolge auf Grund der tatsächlich versandten SMS, sagte Schneider.
Das System wurde abgewandelt bereits von dem finnischen Papierhersteller STORAENSO GmbH Eilenburg getestet. Computer sind dabei über digitale Schnittstellen mit Maschinen verbunden. "Bei technischen Störungen wie Stillstand des Bandes, Ausfall eines Kompressors oder Havarie wird die Nachricht ins Internetportal übertragen", sagte Schneider. Über die dort hinterlegten Handy-Nummern werden die Mitarbeiter alarmiert. Die Inbetriebnahme soll anlässlich der CeBIT erfolgen. Die Netzing Solutions AG, die acht Mitarbeiter beschäftigt, will auf der CeBIT in Hannover zudem ihre gesamte Lösungspalette präsentieren. (jk)