Filemaker 11: Datenbank mit Diagrammen
Die Datenbanksysteme der Produktreihe Filemaker öffnen sich in Version 11 für einen größeren Anwenderkreis. Die heute erschienenen englischsprachigen Programme für Windows und Mac OS X gibt es in zwei Wochen auch in deutschsprachigen Varianten.
Das Datenbanksystem Filemaker 11 enthält zahlreiche Neuerungen, die insbesondere für Nicht-Datenbank-Spezialisten manche Arbeitsschritte einfacher machen sollen. So kann man bereits unmittelbar nach dem Import eines Tabellenblatts etwa aus Excel noch in derselben Bildschirmansicht Datensätze gruppieren und den Bestand durch farbige Hervorhebungen gliedern. Auf dieselbe Art und Weise, in der man typischerweise Daten in einer Tabellenkalkulation aufbereitet, entsteht dabei ein Schnellbericht, dessen Vorgaben sich speichern und auch für den regelmäßig wiederkehrenden Import gleichartiger Tabellen nutzen lassen.
Wer den Datenbankinhalt ausführlicher beschreiben will, dem gibt Filemaker neuerdings mit "Charts" eine bescheidene Typenauswahl für Geschäftsdiagramme an die Hand, die man übers Web oder als PDF veröffentlichen, aber leider nicht für die weitere Bearbeitung an ein Grafikprogramm übergeben kann.
Recherchen profitieren von einer Funktion zur Schnellsuche, die gleichzeitig in allen Datenfeldern nach dem Suchbegriff fahndet, ohne dass man dies erst mühselig durch zahlreiche OR-verknüpfte Einzelsuchen festlegen müsste. Die Records der resultierenden Antwortliste kann man anschließend in einem sogenannten Snapshot-Link notieren. Das ist eine XML-Datei mit den betreffenden Indexnummern. Anhand eines solchen Snapshot-Links erhalten andere Filemaker-Benutzer bequem Zugriff auf den selektierten Datenbank-Auszug, ohne dass man ihnen die Auswahlkriterien für den Link preisgeben oder die Berechtigung für eigene Suchen in der Datenbank zugestehen müsste.
Filemaker läuft auf PPC- und Intel-Macs ab Mac-OS-X-Version 10.5.7 und auf PCs mit mindestens Windows XP. Ab dem heutigen Dienstag gibt es die Software in Englisch; die deutschsprachigen Ausgaben sollen ab dem 23. März im Filemaker-Webshop und ab dem 6. April im Fachhandel zu kaufen sein. Im Einzelnen geht es dabei um die Editionen Pro für 415 €, Pro Advanced für 594 € mit zusätzlichen Prüf- und Verwaltungswerkzeugen, den 1189 € schweren Server zur Versorgung von maximal 250 Filemaker-Clients sowie den Server Advanced, der zum Preis von 3390 € unbegrenzt viele Anwender auch übers Web unterstützt.
Siehe dazu auch:
FileMaker Pro im heise Softwareverzeichnis (hps)