Apps Marketplace: Google vermittelt Anwendungen und Webdienste
Auf dem Google Apps Marketplace lassen sich nicht nur wie beim Vorgänger Solutions Marketplace die Adressen von Webdienst-Anbieten nachschlagen, sondern man kann die Dienste und Anwendungen gegen Rechnung von Google auch gleich abonnieren.
Google hat eine Plattform vorgestellt, auf der der Internet-Konzern Web-Anwendungen anderer Hersteller vermarkten will. Auf dem Apps Marketplace öffnet sich eine Suchmaschine, die passend zur in Englisch eingetippten Aufgabenstellung Web-Services anbietet, die man anschließend weiter nach ihrer Integrationsfähigkeit mit Google Docs, Calendar und anderen Diensten Googles filtern kann. Die anfallenden Gebühren treibt Google ein und leitet 80 Prozent davon an den Anbieter des abonnierten Dienstes weiter.
FĂĽr den Anfang kann der Marketplace mit den Produkten von 50 vorwiegend amerikanischen Anbietern aufwarten. DarĂĽber, ob es fĂĽr nicht-englischsprachige Dienste gesonderte Filterkriterien geben wird, und wann ĂĽberhaupt mit derlei Services zu rechnen ist, wollte der Konzern keine Auskunft geben. Andererseits hat er aber speziell fĂĽr deutsche Interessenten eine Webseite mit Informationen zur Datenhaltung und -sicherheit auf den Servern der Google-Dienste freigeschaltet.
Dort kann man nachlesen, dass sich der Betreiber zahlloser Rechenzentren zum Safe-Harbor-Abkommen über die Sicherhet gehosteter Daten bekennt. Weil derlei Bekundungen allerdings von keiner Instanz überprüft werden, ist diese Aussage als ebenso weich zu bewerten wie Googles SAS-70-Zertifizierung. Diese Anleitung der amerikanischen Buchprüfervereinigung will unabhängigen Auditoren "eine Anleitung geben, ihre Meinung über die Kontrollmechanismen eines auditierten Unternehmens zu äußern", verzichtet aber ausdrücklich auf überprüfbare Einzelkriterien.
Aussagekräftiger und damit hilfreicher für Unternehmen, welche die Sicherheit ihrer ausgelagerten IT dokumentieren müssen, ist Googles 2007er-Sicherheits-Weißbuch (PDF). Darin bietet Google seinen Kunden zum Beispiel an, Google Apps mit eigenen Authenthifizierungs- und Sicherheitssystemen zu kombinieren. Wie weit dieses Angebot auch für Dienste aus dem Katalog des Apps Marketplace gilt, ließ sich bislang nicht in Erfahrung bringen. (hps)