Cebit

Software zeigt Eingriffe in Landschaft und ihre Folgen

Bürger, Bauern und Behörden können damit direkt am Computer die Auswirkungen von Eingriffen in die Landschaft erkennen.

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Per Computer errechnete neue dreidimensionale Landschaftsmodelle wird das Zentrum für Agrarlandschaft- und Landnutzungsforschung auf der CeBIT vom 18. bis zum 24. März in Hannover zeigen (Halle 11, "Future Market"). Damit könnten komplexe Landschaften in bisher unerreichter Qualität fotorealistisch aus Sicht eines Spaziergängers am Computer dargestellt werden, kündigte das Forschungszentrum heute an. Das "Lenne3D" genannte System verarbeitet gesammelte Geodaten und setzt sie in Karten und Modelle um.

Bürger, Bauern und Behörden können damit direkt am Computer die Auswirkungen von Eingriffen in die Landschaft erkennen. In 3D-Sicht wird dargestellt, wie das künftige Abholzen eines Waldes, das Stilllegen eines Ackers oder das Pflanzen einer Hecke die Landschaft verändern würde. Das Lenne3D-System errechnet aus Geo- und Pflanzendaten die künftigen Landschaftsansichten und stellt sie dann in Farbe und dreidimensional dar. Somit können Planungs- und Entscheidungsprozesse vereinfacht werden.

Das Lenne3D-System ist eine Gemeinschaftsentwicklung vom Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung Müncheberg (ZALF), dem Zuse-Institut Berlin, dem Hasso-Plattner-Institut Potsdam und der Universität Konstanz. Die Entwicklung der neuen Technologie wurde von der Deutschen Bundesstiftung für Umwelt mit 1,5 Millionen Euro gefördert. Der Prototyp wird zur Zeit im Rahmen des Interaktiven Landschaftsplans Königslutter eingesetzt. (anw)