Reiseanbieter TUI lagert Netzwerk an T-Systems aus

Die Telekom-Tochter soll zunächst die bisherigen Teilnetze der 2600 internationalen Standorte zusammenführen.

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Die Outsourcing-Welle geht weiter. Die TUI AG, der weltgrößte Reiseanbieter, lagert ihr gesamtes Netzwerk an T-Systems aus. Dabei soll die Telekom-Tochter zunächst die bisherigen Teilnetze der 2600 internationalen Standorte zusammenführen. Das Gesamtvolumen des Fünfjahresvertrags liege im oberen zweistelligen Millionenbereich, wird vage mitgeteilt; TUI hingegen werde dadurch erhebliche Kosten sparen und den internen Datenfluss beschleunigen.

Ein Hauptnetz verbindet die Zentrale in Hannover mit groĂźen Niederlassungen in London, Stockholm, Athen, Paris und Palma de Mallorca. Sie ĂĽbertragen ihre Daten in diesem Netz auf MPLS-Basis (Multi Protocol Label Switching). MPLS erlaube es, den Datenfluss zu priorisieren. So seien Anwendungen wie etwa Buchungs- oder Reservierungsdaten im Netz bevorrechtigt.

Weiter seien rund 2200 Reisebüros in Europa mit den jeweiligen Landeszentralen verbunden. Da jede Nation bislang ihre Netze in Eigenregie von insgesamt rund 20 verschiedenen Providern betrieben ließ, seien diese verschieden strukturiert und leistungsfähig. Durch die Vereinheitlichung des Netzes sollen sich alle Reisebüros, Verwaltungen und Hotels der TUI-Kette künftig direkt untereinander Daten austauschen können, ohne dazu wie bisher den Umweg über die jeweilige Landeszentrale nehmen zu müssen.

Seit dem Sommer 2002 heißt die ehemalige Preussag AG TUI AG. Der Mischkonzern "Preußische Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft" mit den Geschäftsfeldern Kohle, Schiff- und Anlagenbau, Wohnungen, Stahl und Logistik war seit 1997 umgebaut worden. Vergangenes Jahr verkaufte TUI das Preussag Systemhaus GmbH an Siemens Business Services. (anw)