Elektronikbranche erwartet Belebung durch Digitaltechnik
Der Branchenverband gfu glaubt, dass der Gesamtmarkt in diesem Jahr um mehr als 3,5 Prozent auf rund 18,9 Milliarden Euro wachsen wird.
Digitale Technik und neue TV-Bildschirme werden den Markt der Haushaltselektronik in diesem Jahr nach Branchenschätzungen spürbar beleben. "Wir gehen davon aus, dass der Gesamtmarkt um mehr als 3,5 Prozent auf rund 18,9 Milliarden Euro wächst", sagte der Chef des Branchenverbands gfu, Rainer Hecker, heute in Nürnberg. Im Bereich der klassischen Unterhaltungselektronik -- ohne Computer und Telefone -- rechne man sogar mit einer Steigerung um mehr als 4,5 Prozent auf rund 10,7 Milliarden Euro.
Im vergangenen Jahr wurden die Umsätze mit Unterhaltungselektronik dank steigender Nachfrage nach DVD- sowie Festplatten-Recordern, MP3-Playern sowie LCD- und Plasma-TV-Geräten annähernd stabil gehalten. Das Volumen sank um 0,4 Prozent auf 10,25 Milliarden Euro. Auch die Bereiche Heimkino und Digitalkameras verbuchten Zuwächse. Zu den Verlierern zählte vor allem der klassische Videorecorder mit einem Umsatzrückgang von 43 Prozent. Knapp fünf Mal so viele Geräte und eine Umsatzverdreifachung auf 165 Millionen Euro lautete dagegen die Bilanz bei DVD-Recordern.
Der gesamte HiFi-Bereich ging im Umsatz um 11 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro zurück. Dagegen erzielten MP3-Player eine Steigerung der Stückzahl um 720 Prozent und ein Umsatzplus von 400 Prozent. Digitalkameras legten um 121 Prozent auf 4,9 Millionen verkaufte Geräte zu.
Im Gesamtmarkt der Haushaltselektronik einschließlich Computern, Handys und schnurlosen Telefonen sanken die Erlöse im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent auf 18,23 Milliarden Euro. Zwei Drittel des Umsatzes wurden bereits mit digitaler Technik erzielt. Während es mit PCs und Notebooks Umsatzrückgänge gab, legten Mobiltelefone kräftig zu. Der Handy-Umsatz stieg um 104 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Die Marktzahlen werden jährlich von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gemeinsam erhoben. (dpa) / (anw)