Microsoft startet Lokalisierungsprogramm
Kooperationspartner können gebührenfrei ein "Language Interface Pack" beziehen, um Microsoft-Standard-Software in ihre Sprache zu übersetzen.
Microsoft will seine Software wie Windows XP oder Office künftig auch in Sprachen verfügbar machen, in die sie bisher noch nicht lokalisiert wurde. Kooperationswillige Institutionen oder Regierungen erhalten im Rahmen des Local Language Program (LLP) ein gebührenfreies Language Interface Pack. Mit diesem können die Nutzer ein lokalisiertes Interface als Skin über eine bestehende Installation eines Standard-Microsoft-Programms installieren.
In den kommenden zwölf Monaten sollen so 40 Sprachversionen entstehen. "Es gibt auf der Welt mehr als 6000 Sprachen und dazu vielleicht noch 5000 weitere Dialekte", sagt Microsoft-Managerin Maggie Wilderotter. Durch das Sprach-Interface sollen neue Nutzer hinzugewonnen werden. Als Beispiel führen die Redmonder Malaysia an, einer der ersten Partner des LLP. Es sei bereits eine Version für Bahasa Melayu entwickelt worden, eine in Malaysia und in anderen Gegenden Südostasiens gesprochene Sprache, gerade in ländlichen Gebieten oft ausschließlich.
Eine Kooperation mit Indien soll dazu führen, dass innerhalb der laufenden zwei Jahre Versionen für Hindi und 14 weitere Sprachen erhältlich sein sollen. Für das kanadische Territorium Nunavut wird eine Version für Inuktitut entwickelt, eine Sprache, die laut Microsoft von 28.000 Menschen gesprochen wird. Auch sei eine ukrainische Lokalisierung geplant. (anw)