Cebit

Multimedia-Verband will mehr Reformen

Der dmmv gibt sich bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage zurückhaltend.

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Von
  • Torge Löding

Arndt Groth, Präsident des Deutschen Multimedia Verbandes (dmmv) und CEO von Interactive Media CCSP, sieht die wirtschaftliche Lage weniger positiv, als es der Kanzler in seiner gestrigen Eröffnungsrede zur CeBIT geäußert hat. "Das Jahr 2003 war frostig für unsere Branche, 2004 wird sonniger, die Trendwende ist aber kein Selbstläufer", sagte er auf der Jahrespressekonferenz seines Verbandes. Dass es sich bei den aktuellen Verbesserungen um kein Strohfeuer handele, belege der ifo-Geschäftsklima-Index, der auf Anregung des dmmv erstmals auch für die digitale Wirtschaft erhoben worden sei, sagter Groth.

Von der Politik fordert der Verband unter anderem Klärungen beim Daten- und Jugendschutz. "Die Vorgaben sind hier nach wie vor unklar. Das muss sich schnell ändern, weil viele dmmv-Mitgliedsunternehmen ihre Geschäftsprozesse an den Gesetzen in diesen Bereichen ausrichten müssen". Er gab sich zuversichtlich, auf die Politik Einfluss nehmen zu können, da sein Verband bereits die Punkte "befristete Arbeitsverträge" und "Start-Up-Privilegien" in die Agenda 2010 eingebracht habe.

Erstmals hat der Verband eine Stichprobe von 15.000 .de-Domains erhoben, um valide Daten ĂĽber den Stand der 6,9 Millionen deutschen Domains zu bekommen. Rund 50 Prozent dieser Domains sind zurzeit nicht zu erreichen oder im Aufbau, so ein Ergebnis. Rund 12 Prozent generieren Umsatz und 49 Prozent davon haben den Break-Even erreicht. (tol)