LKA-Chef fordert besseren Schutz vor Telefon-BetrĂĽgern
Das im August in Kraft getretene "Gesetz zur Bekämpfung des Missbrauchs von Mehrwertdiensterufnummern" muss nach Meinung des Direktors des niedersächsischen Landeskriminalamtes nachgebessert werden.
Einen besseren Schutz der Verbraucher vor Handy-Betrügern hat der Direktor des niedersächsischen Landeskriminalamtes (LKA), Rüdiger Butte, verlangt. "Wir fordern eine gesetzliche Nachbesserung", sagte er heute in Hannover. Das Gesetz zum Schutz vor Missbrauch bei bestimmten Vorwahlen müsse um die Nummer 0137 erweitert werden.
"Egal ob Gewinnspiel, Televoting oder Preisausschreiben: Für die Anbieter zwar ein lukratives Geschäft, aber unwissende Kunden rufen den Absender zurück und wissen nicht, dass in vielen Fällen deutlich höhere Kosten als übliche Mobiltelefongebühren entstehen", meint das LKA. Aus seiner Sicht bestehe der Verdacht eines Betruges in einem besonders schweren Fall.
Das LKA Niedersachsen hat gegen mehrere Anbieter eine Strafanzeige wegen Verdacht des gewerbsmäßigen Betruges bei der Staatsanwaltschaft Hannover eingereicht. Außerdem sei die Regulierungsbehörde über diese Vorfälle informiert worden. (anw)