Leichter Aufwärtstrend bei IT-Gehältern

Die IG Metall stellt in ihrer jüngsten Entgelterhebung einen leichten Anstieg der durchschnittlichen Gehälter fest.

vorlesen Druckansicht 92 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Zum fünften Mal in Folge ist nun die Entgelterhebung IT der IG Metall erschienen, die erstmals einen Langzeitvergleich enthält. Rund 18.000 ausgewertete Daten aus 33 Betrieben seien in die vorliegende Untersuchung eingeflossen. In den meisten der von der IG-Metall untersuchten Jobkategorien ist ein Aufwärtstrend festzustellen.

Im Bereich Beratung/Consulting gebe es eine Konsolidierung, die sich in einem leichten Aufwärtstrend der Firmendurchschnitte ausdrücke. Die aktuellen Mittelwerte liegen demnach ungefähr auf der Höhe der Werte des Boomjahres 2001. So verdiente ein Berater 2003 durchschnittlich ein Jahresgehalt von 46.533 Euro, während es im laufenden Jahr 48.857 Euro sein werden. Managergehälter sinken hingegen von 97.391 auf 81.486 Euro, während es 2002 noch 80.216 Euro waren.

Auch im Bereich Software-Engineering sei ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die Spitzenwerte aus dem Jahre 2001 werden bei den Mittelwerten in den meisten Gruppen aber nicht erreicht. Dieser Bereich sei in vielen Unternehmen stark geprägt von der Diskussion um Offshoring, das heißt Verlagerung von Programmiertätigkeit in Billiglohnländer in Asien oder Osteuropa. Ein Software-Ingenieur I bekam voriges Jahr 37.726 Euro und hat nun 40.528 Euro zu erwarten. Bei Projektleitern hingegen fällt das durchschnittliche Gehalt von 70.117 auf 67.698 Euro.

Auch im Marketing scheint die Delle des Vorjahres überwunden. Hier werden teilweise sogar die Spitzenwerte aus 2001 wieder erreicht. Im Vertrieb seien gegenüber dem Vorjahr Steigerungen erkennbar. "Die Topwerte aus den Boomjahren werden aber bei den Firmendurchschnitten noch in keiner Jobkategorie wieder erreicht", teilt die IG Metall mit. Im Bereich Training sinken die Durchschnittswerte aus den teilnehmenden Firmen. Das könne unter anderem darauf zurückzuführen sein, dass in diesem Bereich zunehmend ausgegliedert wurde. Hier drückten wahrscheinlich die Arbeitsmarktreformen zusätzlich auf die Preise, meint die IG Metall. (anw)