Cebit

CCCeBIT gegen automatisierte Überwachung

Vitronic, Hersteller von Bildverarbeitungssystemen, bekommt dieses Jahr Besuch vom Chaos Computer Club.

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Auch auf der laufenden CeBIT wird der Chaos Computer Club (CCC) einem Aussteller einen Besuch abstatten, um den alljährlichen CCCeBIT-Award zu überreichen. Es gehe wieder um ein Unternehmen, das "es schafft, Technik so einzusetzen, dass unsere Freiheiten dramatisch beschnitten werden", heißt es in einer Mitteilung. Dieses Jahr trifft es Vitronic (Halle 11, Stand A44), Hersteller der optischen Erfassungstechnik, die automatisch vorbeifahrende Fahrzeuge erfasst und ihr Kennzeichen ausliest, wie sie auf den Mautbrücken installiert ist.

"Die Daten der PKWs werden (angeblich) nicht weiterverarbeitet. Dennoch sind hier die Grundlagen geschaffen worden für eine umfassende Bewegungsdatenerfassung. Die Technik liegt schon bereit", schreibt der CCC. Die automatische Erfassung und Weiterverarbeitung habe eine neue Qualität. "Nicht mehr Menschen beobachten die Monitore, also den Output der Kameras, sondern Maschinen." Diese Maschinen seien so leistungsfähig, sämtliche Daten auszuwerten und somit alle Vorgänge vor den Kameras zu verarbeiten. Der Einzelfall der Beobachtung werde zum Regelfall.

Die Visite erfolgt heute um 15 Uhr. Im vergangenen Jahr bekam IBM Besuch vom CCC, der gegen die Pläne der Industrie protestierte, mit TCPA eine für die Anwender nicht transparente Sicherheitsarchitektur auf Hardware-Basis zu schaffen. (anw)