3D-Gesichtserkennung von NEC
NEC präsentiert auf der CeBIT eine 3D-Gesichtserkennungslösung, die derzeit bei der japanischen Polizei im Einsatz ist.
Der japanische Elektronik-Konzern NEC präsentiert auf der CeBIT (Halle 2, Stand B10) eine 3D-Gesichtserkennungslösung, die derzeit bei der japanischen Polizei im Rahmen eines Feldversuchs genutzt wird. Das System -- der so genannte High-end Range Finder Fiore -- generiert aus zweidimensionalen Kamerabildern 3D-Gesichtsmodelle, die laut Hersteller eine deutlich höhere Erkennungswahrscheinlichkeit liefern sollen als herkömmliche Systeme.
Beim Fiore-System erfassen zunächst vier in einer Fotokabine installierte Kameras das rechte und linke Gesichtsbild einer Person. Die mit Längsstreifen versehenen 2D-Gesichtsaufnahmen werden anschließend vom Computer maskenförmig modelliert und zu einem 3D-Modell zusammengesetzt. Ein 3D-Viewer ermöglicht es, die Masken in drei verschiedenen Varianten darzustellen: Als Netzstruktur-Modell, in Form rein polygoner Daten, sowie als vollfarbiges Modell mit natürlichen Hauttönen.
Obwohl NEC betont, in Deutschland "nur von einer 1:1-Erkennung" zu reden, bewirbt das Unternehmen in seinen Prospekten den Vorteil einer 1:N-Erkennung mit Fiore: Über einen Mugshot Matching Processor lassen sich nämlich auch 2D-Gesichter, die beispielsweise von einer Überwachungskamera aufgenommen wurden, mit Bildmaterial aus einer 3D-Datenbank vergleichen. Die Wahrscheinlichkeit, mit der ein in 2D aufgenommenes Gesicht identifiziert wird, soll dann bei 96,5 Prozent liegen. NEC kooperiert eng mit der Bundesdruckerei und ist auch am Feldversuch BIOP II beteiligt, der momentan am Frankfurter Flughafen läuft. (pmz)