Adobe veröffentlicht Flash Builder 4, Flex 4 und ColdFusion Builder
Adobe hat neue Versionen des Flex-Frameworks und der Flash-Builder-IDE veröffentlicht. Ebenfalls neu sind der ColdFusion Builder, eine IDE für den ColdFusion-Anwendungsserver, und der Flash Platform Social Service, über den man eine einmal geschriebene Applikation auf unterschiedlichen sozialen Netzen laufen lassen kann.
- Alexander Neumann
Adobe hat neue größere Versionen seiner Werkzeuge zum Entwickeln von RIA-Anwendungen für die Flash-Plattform veröffentlicht, darunter mit ColdFusion Builder eine neue IDE für Adobes Webanwendungsserver ColdFusion sowie die Version 4 des Flex-Webframeworks und des Flash Builder. Letzterer mag vielen als Flex Builder bekannt sein. Hintergrund für den Namenswechsel ist die Positionierung der Flash-Plattform als Kernprodukt; das Flex-Entwicklungs-Framework ist nur eines der möglichen Werkzeuge, mit denen man Flash-Applikationen entwickeln kann.
Das sich in Eclipse integrierende Werkzeug unterstĂĽtzt sowohl die Version 3 als auch die Version 4 von Flex und soll ĂĽberarbeitete Programmier- und Testfunktionen mitbringen und sich zudem besser in Adobes Creative-Suite-Paket integrieren lassen. Des Weiteren generiert das Werkzeug beim Import aus externen Datendiensten nun Eventhandler, Getter- und Setter-Methoden sowie Formulare fĂĽr das Lesen und Schreiben der Daten.
Unit-Tests, Build-Optionen per Kommandozeilenaufruf und Überarbeitungen beim Compiler, Debugging und Refactoring sollen vor allem professionellen Programmierern die Arbeit erleichtern. Flash Builder 4 gibt es als Standard Edition für knapp 250 und als Premium-Ausgabe für rund 700 US-Dollar. Letztere enthält mehr Testmöglichkeiten und außerdem eine Lizenz für den neuen ColdFusion Builder. Das ColdFusion-Werkzeug ist eine Eclipse-basierte Entwicklungsumgebung für die Anwendungsentwicklung mit dem Applikationsserver ColdFusion. Auch die neue IDE kostet knapp 300 US-Dollar. Sie wartet mit gängigen IDE-Funktionen wie Codevervollständigung und Debugging-Funktionen auf.
Mit Flex 4 und dem mit dem Framework einhergehenden Flex SDK (Software Development Kit) führt Adobe eine modulare Architektur ein. Das unter dem Codenamen Spark eingeführte Komponentenmodell für Bedienelemente enthält einen Mechanismus, die Darstellung der Flex-Anwendungen zu kontrollieren, da es die Geschäftslogik und die Daten einer Komponente vom Design oder den FXG-Vorlagen (Flash XML Graphics) der Anwendung trennt.
Ebenfalls neu ist der Flash Platform Social Service, dank dem Entwickler wohl Flash-Applikationen in 14 unterschiedlichen sozialen Netzen einbinden können, darunter Facebook, MySpace, Google, LinkedIn und Twitter. Das Prinzip ist, dass eine einmal geschriebene Applikation auf allen unterstützten sozialen Netzen laufen kann, ohne dass man Kenntnis der unterschiedlichen APIs und Architekturen haben muss. Der Dienst lässt sich über Gigya, einen Anbieter von Social-Media-Anwendungen, auf jährlicher Abonnementbasis lizenzieren, die sich nach Größe und Typ der Anwendung richtet, die den Service nutzt. (ane)