Microsoft will weiter mit der EU-Kommission verhandeln

Brad Smith, Manager des Softwarekonzerns, bestätigte, sein Unternehmen werde bei einem europäischen Gericht Einspruch gegen die Auflagen der EU-Kommission einlegen.

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Microsoft-CEO Steve Ballmer hofft, dass die Verhandlungen mit der EU-Kommission neu aufgenommen werden. "Wenn sich die Menschen die Fakten ansehen, werden sie zu dem Schluss kommen: Die von uns angebotenen Maßnahmen sind besser als die Entscheidung der EU-Kommission", sagte Ballmer in einer Telefonkonferenz. Die EU-Kommission hatte gestern unter anderem eine Geldbuße von knapp 500 Millionen Euro verhängt.

Microsoft-Manager Brad Smith bestätigt, dass sein Unternehmen den juristischen Prozess in Europa fortsetzen wolle. Dazu werde das Unternehmen fristgemäßt einen Einspruch beim Gericht Erster Instanz der EU in Luxemburg einreichen. Das Gericht möge zumindest einige der in der Entscheidung der EU enthaltenen Auflagen revidieren, vor allem jene, den Windows Media Player aus Windows zu entfernen. Die Anordnung helfe nur wenigen Konkurrenten zum Preis der Innovation und auf Kosten der Verbraucher, meint Smith.

Unterdessen ist in dem Prozess gegen Microsoft in Minnesota ein Brief des damaligen Microsoft-Chefs Bill Gates an den damaligen Intel-Vorsitzenden Andrew Grove als Beweismittel vorgelegt worden. Darin teilt Gates mit, jeder Support für das Softwareunternehmen Go Corporation sehe er als "aggressive Bewegung" gegen Microsoft an. Die Kläger wollen damit die Geschäftstaktik des Softwareriesen vorführen. Eine Microsoft-Sprecherin sagte, der Brief sei aus dem Zusammenhang gerissen. (anw)