Anwender klagen über inkompatible Wi-Fi-Komponenten
Eigentlich sollte der Wi-Fi-Standard den Einsatz von WLAN-Komponenten erleichtern, dennoch tun sich in der Praxis immer öfter Probleme auf.
Immer häufiger beklagen Netzwerk-Administratoren Probleme beim Zusammenspiel von Wi-Fi-Komponenten. Zwar sollte die Wi-Fi-Zertifizierung genau das sicherstellen, in der Praxis funktioniert aber offenbar nicht alles so, wie es soll. Nach einem Bericht des britischen Nachrichten-Portals The Register treten diese Probleme vor allem dann auf, wenn die WLAN-Kommunikation verschlüsselt erfolgen soll.
"Wir haben kürzlich entdeckt, dass die Länge des Sicherheitsschlüssels entscheidend für die Interoperabilität von Wi-Fi-Geräten ist. Einige Komponenten akzeptieren einfach keinen längeren Schlüssel als 40 Bit; die einen verlangen eine Eingabe in ASCII, andere in HEX", wird ein ungenannter Administrator zitiert. Auch verschiedene Betriebssysteme bereiten Probleme. Dabei traten etwa Fälle auf, dass identische Karten in zwei verschiedenen PC unter Windows ME und XP nur unter großen Schwierigkeiten zu einer korrekten Zusammenarbeit zu überreden waren.
Das öffentliche Echo auf diese Probleme blieb bislang gering -- vermutlich deswegen, weil Heimanwender auf Sicherheit in ihren WLAN-Netzwerken häufig verzichten. Viele öffentliche Hotspots werden ohne jegliche Sicherheitsvorkehrungen betrieben, um das Einloggen einfacher zu gestalten. Das Problem könnte indes noch größer werden: "Mit den immer höher entwickelten Geräten sehen wir auch, dass die Fehlerrate steigt", räumte Wi-Fi-Sprecher Brian Grimm ein. Rund 22 Prozent der Geräte, die zertifiziert werden sollten, schafften die Prüfung nach seinen Angaben im ersten Anlauf nicht und mussten nachgebessert werden. (uma)