Chiphersteller ZMD eröffnet neuen Campus

Das Zentrum für Mikroelektronik Dresden schafft Platz für 100 neue Jobs durch den Neubau des Design-Centers sowie von Produktions- und Verwaltungsgebäuden.

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  • dpa

Das Zentrum für Mikroelektronik Dresden (ZMD) setzt weiter auf Wachstum. Mit der Eröffnung des neuen Campus auf dem Firmengelände sind die Voraussetzungen für 100 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Der Neubau des Design-Centers sowie drei weiterer Produktions- und Verwaltungsgebäude habe rund 17 Millionen Euro gekostet, sagte der ZMD-Vorstandschef Thilo von Selchow. Die Gebäude würden über rund 13.000 Quadratmeter Nutzfläche verfügen. Die Bauzeit betrug ein Jahr. ZMD investierte nach Angaben von Selchows in den vergangenen fünf Jahren etwa 120 Millionen Euro.

Seit 1999 hat der Dresdner Chiphersteller den Angaben zufolge seine Umsätze auf 90 Millionen Euro verdreifacht. Das Unternehmen sei in 56 Ländern präsent und habe etwa 500 Millionen Euro in Rahmenverträgen in den kommenden Jahren gebunden, sagte von Selchow. Er hoffe, den Umsatz in den nächsten fünf Jahren erneut verdreifachen zu können. ZMD beschäftige rund 750 Mitarbeiter, sagte von Selchow. Das ZMD ist Hersteller anwendungsspezifischer Schaltkreise (ASIC), die unter anderem in der Automobilindustrie, der Medizintechnik sowie in der Mobilfunkbranche eingesetzt werden.

Anfang der neunziger Jahre sei die Entscheidung gefallen, den Kern der DDR-Halbleiterindustrie zu erhalten, obwohl die Treuhand den gesamten Bereich als nicht wettbewerbsfähig liquidieren wollte, sagte Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU). Heute sei die Konzentration der Halbleiterindustrie in Dresden vor allem mit Infineon, AMD und ZMD der europaweit stärkste Cluster seiner Art. (dpa) / (jk)