Viren werden fĂĽr Kleinunternehmen zum finanziellen Problem
Einer Studie von Network Associates zufolge, richten Viren in europäischen Kleinunternehmen pro Angriff 5000 Euro Schaden an.
Network Associates, Hersteller von IT-Sicherheitsprodukten, hat eine Studie zu Schäden von Viren in europäischen Kleinunternehmen veröffentlicht. Befragt wurden 500 Firmen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Spanien. Aufgrund schlechter oder fehlender Schutzmaßnahmen verursache die zunehmende Flut von Computerviren- und Wurmattacken jährliche Schäden in Höhe von 22 Milliarden Euro, wobei die durchschnittlichen Kosten für lahm gelegte Rechner pro Virenattacke 5000 Euro erreichen. Eine von fünf befragten Firmen musste die Arbeit wegen eines Virenbefalls vorübergehend einstellen, in Frankreich war sogar jede zweite Firma betroffen.
Laut Studie mussten ein Drittel der deutschen Kleinunternehmen nach einem Virenbefall neue Hardware anschaffen; ob diese für verbesserte Schutzmaßnahmen angeschafft wurde, lässt der Report jedoch offen. 29 Prozent hätten nach einem Befall wichtige Dateien verloren oder massive Beschädigungen festgestellt.
Die deutschen Mitarbeiter sind im europäischen Vergleich am vorsichtigsten im Umgang mit Dateianhängen in elektronischer Post. Während in Frankreich 24 Prozent der Mitarbeiter den Anhang einer E-Mail mit unbekanntem Absender öffnen würden, täten das in Deutschland nur 9 Prozent. Ähnlich verhalte es sich auch beim Klick auf unbekannte Links. Beim Weiterleiten unbekannter Dateianhänge sei man in Deutschland besonders vorsichtig: 98 Prozent hätten dies noch nie getan, obwohl 53 Prozent glauben, schon mal unbewusst eine infizierte Mail versandt zu haben. Mit 11 Prozent weist Deutschland den höchsten Anteil von Firmen auf, die keinen Virenschutz einsetzten, in Spanien und Großbritannien seien dies nur 1 Prozent. (dab)