1,2 GBit/s via LTE

Huawei hat auf der CTIA mit 1,2 GBit/s im Downlink einen neuen Geschwindigkeitsrekord in Netzen mit dem UMTS-Nachfolger LTE aufgestellt.

vorlesen Druckansicht 44 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Auf der CTIA Wireless in Las Vegas hat der chinesische Netzausrüster Huawei einen neuen Geschwindigkeitsrekord über das als UMTS-Nachfolger gehandelte LTE-Netz (Long Term Evolution) aufgestellt. In Empfangsrichtung erreichte er 1,2 Gigabit pro Sekunde und übertrumpfte damit den Konkurrenten Ericsson , der im Februar auf dem Mobile World Congress 1 GBit/s erreicht hatte.

Beide Zulieferer erzielten ihre beeindruckenden Übertragungsraten, indem sie vier 20-MHz-Kanäle gleichzeitig nutzten (Multi-Carrier-Technik) und ein 4x4-MIMO-System (Multiple Input Multiple Output) einsetzten. Bei Huawei kam zudem eine CoMP-Übertragung zum Einsatz (Coordinated Multipoint Transmission), wobei das Endgerät die Empfangsdaten von mehreren Basisstationen – bei LTE eNode-Bs genannt – gleichzeitig entgegennimmt.

Praxisrelevant sind solche Übertragungsrekorde aber nicht. Gerade die Bündelung mehrerer Carrier dürften nur wenige Netzbetreiber einsetzen, da die nutzbaren Frequenzbereiche ein knappes Gut sind und eher für die Grundversorgung möglichst vieler Kunden eingesetzt werden. Auch die CoMP-Technik geht mit den Mobilfunkressourcen zu verschwenderisch um. Erste LTE-Netze wie das von Telia-Sonera nutzen nur einen 10 MHz breiten Kanal, worüber nach Angaben der Betreiber im Mittel 5 bis 12 MBit/s empfangen werden. Im Endausbau sollen LTE-Netze 100 bis 300 MBit/s im Downlink und 50 bis 100 MBit/s im Uplink ( Senderichtung) erreichen. (rop)