Unix/Linux-Desktop GNOME 2.6 erschienen
Noch ist nicht letztlich klar, wie es zu dem Einbruch in die Server des GNOME-Projekts kam -- am Code der neuen Release des Unix/Linux-Desktops wurden von den Einbrechern aber offensichtlich keine Änderungen vorgenommen.
Noch ist nicht letztlich klar, wie es zu dem Einbruch in die Server des GNOME-Projekts kommen konnte -- sicher sind sich die Entwickler aber darin, dass am Code der neuen Release des Unix/Linux-Desktops von den Einbrechern keine Änderungen vorgenommen oder schädlicher Code eingeschleust wurde. Daher haben sie nun wie angekündigt die Version 2.6 von GNOME freigegeben.
Die meisten Neuerungen haben sich bei dem Dateimanager Nautilus ergeben: Dieser verwendet nun standardmäßig eine neue Bedienoberfläche, die jedes Unterverzeichnis in einem eigenen Fenster öffnet. Der neue Nautilus kennt zudem ein "Computer"-Objekt, in dem lokale Datenträger und Netzwerkressourcen versammelt sind. Ansonsten scheinen die GNOME-Macher vor allem Detailpflege betrieben zu haben. Technisch wichtigster Unterschied zu GNOME 2.4 ist der Umstieg auf Gtk+ 2.4. Das Gtk+-Toolkit bestimmt maßgeblich das Look und Feel der grafischen Elemente des Desktops. Außerdem haben die Entwickler nach eigenen Angaben "hunderte von Bugfixes" in die neue Version eingebaut. Einen Überblick mit einigen Screenshots zu den Neuerungen in GNOME 2.6 ist im What's New zu finden. Wer nicht warten will, bis er beispielsweise eine neue Linux-Distribution mit dem neuen Desktop bekommen kann, erhält den Source-Code von GNOME 2.6 über die ftp-Server des Projekts.
Das GNOME-Projekt gibt die Release 2.6 ausdrücklich in Erinnerung an Chema Celorio, Mark Finlay und Ettore Perazzoli frei: Diese wichtigen Mitglieder des Projekts starben während der Zeit, an der an GNOME 2.6 gearbeitet wurde. (jk)