US-Abgeordnete stimmen verschärfter Verfolgung von Copyright-Verletzungen zu
Das US-Justizministerium soll mehr Mittel für die Bekämpfung der illegalen Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Werken bekommen. Die Straftäter sollen mit Gefängnisstrafen bedroht werden.
Ein Unterausschuss des US-amerikanischen Repräsentantenhauses befürwortet ein Gesetz, durch das die Verbreitung urheberrechtlich geschützten Materials über das Internet stärker bekämpft werden soll. Der Piracy Deterrence and Education Act (PDEA) soll die Strafverfolgung von Tauschbörsen-Nutzern erleichtern und dem FBI mehr Befugnisse für die Ermittlung verschaffen. Zugleich hat Justizminister John Ashcroft eine Task Force gegen Copyright-Verletzungen eingesetzt.
Der PDEA sei dafür angelegt, die Strafverfolgung zu verschärfen. Zudem sei es das erste Gesetz, das Verstöße gegen das Copyright-Recht ausdrücklich mit Gefängnisstrafen belegen will, kommentieren Beobachter. Es verschaffe dem Justizministerium die Möglichkeit, nach Bedarf die Zahl der Ermittler für diesen Bereich auszubauen und billige auch die entsprechenden Finanzmittel zu. Das Gesetz zielt auf jene Tauschbörsen-Nutzer, die mehr als 1000 Musikstücke bereitstellen oder Filme illegal kopieren und vertreiben. (anw)