Initiative stellt Bericht zum Internet-Missbrauch vor
Bei der Meldestelle "netwatch" sind 1500 Hinweise eingegangen, größtenteils wegen rechtsextremistischer Inhalte und Kinderpornografie.
Die von der deutschen Internet-Wirtschaft gegründete Initiative "no abuse in internet" naiin e.V. hat den Bericht ihrer Meldestelle "netwatch" für das Jahr 2003 vorgestellt. Demnach sind 1500 Hinweise eingegangen, was etwa eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Den größten Anteil haben nach wie vor die Bereiche "Rechtsextremismus" und "Kinderpornografie", wobei die Anzahl der beanstandeten Links auf kinderpornografische Inhalte um 300 Prozent auf 656 zunahm.
Von den Beanstandungen betrafen 712 Hinweise in Europa und 593 Hinweise in Nordamerika eingestellte Internet-Inhalte, teilt naiin mit. Selbst die weltweiten umfangreichen Aktionen der Strafverfolgungsbehörden hätten in dieser Hinsicht nichts bewirkt. Die Mehrheit der kinderpornografischen Inhalte werde über die USA verbreitet, die meisten rechtsextremen Inhalte jedoch über den deutschsprachigen Raum. Die neuen Kategorien wie "Spam", "Dialer" oder "Online-Piraterie" fielen demgegenüber nicht so sehr ins Gewicht. (mhe)