Windows Server und vereinfachte Tarife fĂĽr Amazons Webservices
In einem Pilotprojekt gestattet Microsoft einigen Unternehmenskunden, ihre Windows-Server-Lizenz in Amazons EC2-Dienst einzusetzen. Ab 1. April gibt es außerdem einheitliche Tarife für den Datenverkehr unabhängig von den genutzten Webservices.
- Christian Kirsch
In Analogie zu dem in Australien weit verbreiteten "Bring Your Own", bei dem Restaurantbesucher ihre alkoholischen Getränke selbst mitbringen, legen Amazon und Microsoft das Pilotprogramm "Bring Your Own License" auf. Microsoft-Kunden mit einem "Enterprise Agreement" (EA) können ihre Lizenzen für Windows Server in den EC2-Dienst migrieren. Allerdings gilt das Angebot nur für Firmen mit Hauptsitz oder einer Niederlassung in den USA. Die Details des Programms beschreibt eine Webseite.
Für alle Kunden gilt ab 1. April ein neues Tarifsystem, bei dem ausgehender Datenverkehr (outbound traffic) unabhängig vom genutzten Dienst in Rechnung gestellt wird. Dabei fließen die Daten aller genutzten Services (Storage, Elastic Cloud und so weiter) zusammen in die Berechnung ein. Das erste Gigabyte ist kostenlos, für die ersten 10 TByte fallen 0,15 US-Dollar pro GByte an, bis zu 40 TByte kostet das Gigabyte 0,11 US-Dollar. Diese Preise entsprechen im Wesentlichen den bisherigen Tarifen für die einzelnen Dienste. Durch das Zusammenfassen aller Datenmengen können Kunden schneller die nächste Rabattstufe erreichen, wenn sie mehrere Services nutzen. (ck)