Yahoo und Google verzichten auf Anzeigen fĂĽr Online-Casinos

Google und Yahoo reagieren auf Vorhaben der US-Politik, gegen Firmen vorzugehen, die Internet-Casinos unterstĂĽtzen.

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Von
  • Mattias Hermannstorfer

Die beiden Suchmaschinen Google und Yahoo wollen ab Ende April keine Anzeigen mehr für Online-Casinos schalten, berichtet die New York Times. Den Ausschlag für diese Entscheidung gaben die Vorhaben der US-Politik, gegen Firmen vorgehen zu wollen, die Offshore-Internet-Casinos "unterstützen" und zu ihrer Nutzung "anstiften" ("aiding and abetting"). Während Yahoo die Anzeigen nur auf seiner US-Internetseite einstellt, will Google dies weltweit tun. Weitere Firmen wie MSN verzichten mittlerweile ebenfalls auf Anzeigen für Online-Casinos, allerdings ohne offizielle Begründung.

Der Betrieb eines Internet-Casinos ist zwar in den USA bundesweit illegal, die Teilnahme ist jedoch in den einzelnen Bundesstaaten unterschiedlich geregelt. Allerdings streiten sich die Juristen derzeit, ob die diversen Verbote mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung vereinbar sind. Die WTO hat bereits im März das Verbot von Internet-Casinos als dem Akommen über freien Handel widersprechend kritisiert. (mhe)