Landesmedienanstalt setzt auf Ausbau des Kabelnetzes auch in der Fläche

Die LfK Baden-WĂĽrttemberg begrĂĽĂźte heute die Klarstellung der Kabel Baden-WĂĽrttemberg, dass die Modernisierung des Kabelnetzes im Land wie geplant weitergeht.

vorlesen Druckansicht 76 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa

Nach dem Kauf des baden-württembergischen Kabelnetzes durch die Kabel Deutschland GmbH (KDG) setzt die Landesanstalt für Kommunikation (LfK) auf einen weiteren Ausbau des Kabelnetzes in der Fläche. Die LfK begrüßte heute in Stuttgart die Klarstellung der Kabel Baden-Württemberg, dass die regionalen Strukturen des Netzbetreibers im Südwesten erhalten bleiben und die Modernisierung des Kabelnetzes im Land wie geplant weitergeht. Der Präsident der LfK, Thomas Hirschle, sagte: "Wir gehen davon aus, dass noch in diesem Jahr alle Ballungsräume in Baden-Württemberg aufgerüstet werden und in den nächsten Jahren der Ausbau auch in die Fläche geht und auch der ländliche Raum angeschlossen wird."

Hirschle betonte, keinesfalls dürften durch die Übernahme bestehende lokale und regionale Rundfunkstrukturen in Frage gestellt werden. Diese Überlegungen werde die LfK auch in das anstehende Kartellverfahren einbringen. Ein modernes, weit gefächertes Kabelnetz ist nach den Worten von Hirschle für ein Flächenland wie Baden-Württemberg "ein wesentlicher Standortfaktor ähnlich einem gut ausgebauten Straßennetz". Positiv ist aus Sicht der LfK auch, dass der Netzausbau bislang nach Kommunikations- und Wirtschaftsräumen erfolgt sei und damit lokale und regionale Rundfunkangebote dezentral mit geringen "Zuführungskosten" eingespeist können. Hirsche sagte: "Hier hat die Kabel Baden-Württemberg in den vergangenen Monaten eine wirklich zukunftsweisende Glasfasernetzstruktur geschaffen."

Mehr als 17 Millionen Haushalte in Deutschland werden ihre TV-Programme voraussichtlich nur noch über einen großen Kabelnetzbetreiber beziehen. Zum Preis von 2,7 Milliarden Euro hat die Kabel Deutschland GmbH am Sonntag die drei Betreiber Kabel Baden-Württemberg (Kabel BW), ish (Nordrhein-Westfalen) und iesy (Hessen) gekauft. Genehmigt das Bundeskartellamt die Milliarden schwere Akquisition, dann befindet sich das ehemalige Telekom-Kabelnetz wieder vollständig in der Hand eines Anbieters. (dpa) / (anw)