Telekom will auf dem Balkan weiter wachsen

Die Deutsche Telekom ist an einem Einstieg beim größten serbischen TK-Konzern Telekom Srbija interessiert. Das Unternehmen passe in die Übernahme-Strategie der Deutschen Telekom, heißt es dazu in Bonn. In Süd- und Osteuropa setzte die Telekom 2009 rund 9,7 Milliarden Euro um, 5 Milliarden mehr als 2008.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Die Deutsche Telekom ist an einem Einstieg beim größten serbischen Telekommunikationskonzern Telekom Srbija interessiert. Das Unternehmen passe in die Übernahme-Strategie der Deutschen Telekom, heißt es dazu in Bonn. Die serbische Regierung hatte Ende vergangener Woche angekündigt, im September die Hälfte ihres über den Postdienstleister Pošta Srbije gehaltenen 80-Prozent-Anteils an Telekom Srbija verkaufen zu wollen. Die restlichen 20 Prozent an Telekom Srbija sind im Besitz des griechischen Konzerns OTE, an dem die Deutsche Telekom wiederum mit rund 30 Prozent beteiligt ist.

Hatten Analysten den Wert des zum Verkauf stehenden 40-Prozent-Anteils an Telekom Srbija zuletzt mit 1 bis 2 Milliarden Euro angegeben, wehrt sich das Unternehmen inzwischen öffentlich gegen solche Spekulationen. Kolportiert worden war in den Medien auch, dass Vertreter der Deutschen Telekom über ihre OTE-Beteiligung möglicherweise "schon im Haus" seien und Zugriff auf wichtige Geschäftsunterlagen hätten. Solche Berichte seien "absolut falsch" und könnten das Unternehmen ernsthaft beschädigen, heißt es auf der Website von Telekom Srbija.

Für Ende 2008 beziffert das Unternehmen die Zahl seiner Festnetzkunden auf rund 3 Millionen, die Zahl der Mobilfunkkunden wird mit 5,9 Millionen angegeben. Der Marktanteil im serbischen Mobilfunkgeschäft habe 2008 bei 60 Prozent gelegen, heißt es weiter. Offizielle Zahlen für das Geschäftsjahr 2010 hat Telekom Srbija bislang nicht vorgelegt. Die Deutsche Telekom hat ihre Position in Süd- und Osteuropa zuletzt kräftig ausgebaut und dort im Jahr 2009 rund 9,7 Milliarden Euro umgesetzt, 5 Milliarden mehr als im Jahr zuvor. Das EBITDA-Ergebnis (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen) stieg um 2 Milliarden auf 3,8 Milliarden Euro (PDF-Datei). (pmz)