Telefonica zu 57 Millionen Euro Strafe verurteilt

Die Telekomgesellschaft ist wegen Verstoßes gegen spanisches Kartellrecht zu einer Geldstrafe in Höhe von 57 Millionen Euro verurteilt worden. Telefonica soll die Möglichkeit eingeschränkt haben, via Preselection andere Telekom-Anbieter zu wählen.

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Von
  • Mattias Hermannstorfer

Die spanische Telekomgesellschaft Telefonica ist von einem spanischen Kartellgericht zu einer Geldstrafe von 57 Millionen Euro wegen "Behinderung des Liberalisierungsprozesses" in der spanischen Telecombranche verurteilt worden. Telefonica hat ihren Festnetz-Kunden erschwert, mittels Preselection ĂĽber andere Anbieter zu telefonieren. Die Klage war im Dezember 2000 vom Verband der spanischen Telekomanbieter ASTEL eingereicht worden. Telefonica kritisierte die Strafe als zu hoch und kĂĽndigte Berufung an.

Telefonica hatte noch im März 2003 einen Marktanteil im spanischen Festnetz von 80 Prozent. Der Umsatz für das Jahr 2003 lag bei 28,4 Milliarden Euro, der Reingewinn betrug 2,2 Milliarden Euro. (mhe)