Polizei hebt mutmaßliche Softwarefälscher-Bande aus
Die Kripo Görlitz hat vorige Woche vier Personen festgenommen, die verdächtigt werden, mit nicht autorisierten Windows-XP-Kopien 40.000 Käufer betrogen zu haben.
In der vergangenen Woche wurden vier Personen festgenommen, die verdächtigt werden, nicht autorisierte Kopien von Windows XP über das Internet verkauft zu haben. Laut Mitteilung von Microsoft sind vergangene Woche 14 Objekte im In- und Ausland durchsucht worden. Die Kriminalpolizeiinspektion Görlitz habe gemeinsam mit den Landeskriminalämtern Berlin, Sachsen und Brandenburg mehrere Tausend Softwarekopien und weiteres Beweismittel sichergestellt. Die Beschuldigten sollen europaweit mehr als 40.000 Käufer betrogen haben. Microsoft beziffert den ihm entstandenen Schaden auf rund 5 Millionen Euro.
Microsofts Produktidentifikationsdienst (PID) hatte vor gut anderthalb Jahren auffällig viele Fälschungen von Windows-XP-Sicherungskopien festgestellt. Daraufhin führte Microsoft Testkäufe und eigene Ermittlungen durch und erstattete Strafanzeige. Die Verdächtigen sollen über Strohmänner auf Handelsplattformen im Internet Fälschungen zum Kauf anboten haben. Dabei hätten sie auch gefälschte Pässe und Scheinadressen benutzt. Fachhändler und Endkunden können dem PID als Microsoft-Produkte gekennzeichnete Datenträger zuschicken und auf Echtheit überprüfen lassen. (anw)