Büros von Klingeltöne-Vertreibern wegen Urheberrechtsverletzung durchsucht

Bei einigen Melodien für Klingeltöne sei den Urhebern gar kein Geld oder zu wenig gezahlt worden, erklärte die Staatsanwaltschaft; außerdem wird den Firmen Abrechnungsbetrug vorgeworfen.

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  • dpa

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat Büros des Internet- und Mobilfunkdienstleisters Net Mobile untersucht, der als Lizenzpartner der Musikkonzerne Sony, Warner und BMG Klingeltöne für Mobiltelefone vertreibt. Parallel durchsuchten die Ermittler auch die Büroräume der Unternehmen Logoland und Logoplanet, die über die Düsseldorfer Net Mobile, einem Unternehmen der net AG, ebenfalls den Vertrieb von Klingeltönen abgewickelt haben sollen, wie die Financial Times Deutschland in der Donnerstagsausgabe berichtet.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, Johannes Mocken, bestätigte der dpa die Durchsuchungen, bei denen zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt worden seien. Es werde wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht ermittelt. Bei einigen Melodien sei den Urhebern gar kein Geld oder zu wenig gezahlt worden.

Wie die Zeitung weiter berichtet, wird den Firmen auch Abrechnungsbetrug vorgeworfen. Ein Klingelton koste letztlich nicht -- wie von Net Mobile angegeben -- 1,99 Euro, sondern die doppelte Summe von 3,98 Euro. Das Unternehmen fordere von den Kunden eine Handy-Kurznachricht (SMS) als Eingangsbestätigung des Klingeltons, für die der gleiche Betrag berechnet wird wie für den Ton selbst. (dpa) / (jk)