Überwachung per UMTS
Der UMTS-Ideen-Wettbewerbs des Landes Rheinland-Pfalz präsentiert die Preisträger, unter anderem eine Netzwerk-Kamera-Anbindung und einen medizinischen Monitor für Risiko-Gruppen.
Jeremias Jung ist einer von fünf Preisträgern des UMTS-Ideenwettbewerbs des Landes Rheinland-Pfalz. Der Wettbewerb, den das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium und Vodafone D2 im Oktober 2003 als UMTS-Promotion ausgeschrieben haben, kürt neuartige Anwendungen, die den Mobilfunkstandard UMTS nutzen. Der 27-jährige Diplom-Informatiker und Mitarbeiter des Netzwerkkamera-Herstellers Mobotix entwickelte eine Lösung für die Darstellung eines Livebildstreams von Netzwerkkameras auf mobilen Endgeräten. Dies versetzt die Nutzer in die Lage, mit einem UMTS-Handy von jedem Ort aus und zu jeder Zeit auf die Bilder der intelligenten Überwachungskamera zuzugreifen. Zudem lassen sich die Kamerasysteme von Mobotix mit der neuen Technologie auch von unterwegs fernsteuern. Der relativ günstige Preis des Systems und die relativ einfache Fernwartbarkeit der Kamera über jeden Web-Browser machen die Anwendung auch für Haus und Garten oder die Überwachung von Licht- und Heizungsanlagen interessant.
Prämiert wurden weiterhin das Aphasiker-Handy, mit dem sprachgestörte Menschen durch vorprogrammierte Phrasen kommunizieren können, ein sprachgesteuertes Fußgänger-Leitsystem, ein Lern-Programm für Schüler und ein medizinischer Monitor für Risiko-Gruppen. Für viele diagnostizierte Krankheiten gibt es einfach zu messende Parameter, die den momentanen Zustand des Patienten indizieren (Herzfrequenz, Pulsschlag, Blutdruck etc.). Entsprechend dem Krankheitsbild kann der Patient mit permanent zu tragenden Messgeräten ausgestattet werden, die ihre Werte an eine spezielle Software im UMTS-Endgerät übertragen und die dort mit individuellen (auf das Risiko abgestimmten) Sollwerten abgeglichen werden. Kommt es zu einer rapiden Verschlechterung, setzt das Gerät automatisch einen Notruf an eine Zentrale ab. (cm)