Prozess gegen Hacker verschoben

Der Prozess gegen den Hacker Adrian Lamo ist nach US-Medienberichten auf Anfang Juni verschoben worden.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Der Prozess gegen den Hacker Adrian Lamo ist nach US-Medienberichten auf Anfang Juni verschoben worden. Lamo, der als "Homeless Hacker" bekannt geworden ist, hatte sich Anfang des Jahres des Eindringens in das Netzwerk der New York Times schuldig bekannt und sollte nun abgeurteilt werden. Eine BegrĂĽndung fĂĽr die Verschiebung liegt derzeit nicht vor.

Lamo, der sich im vergangenen Jahr einem US-Bezirksgericht gestellt hatte, soll unter anderem mehrere Wochen lang Zugriff auf das Nachrichten-Angebot von Yahoo.com gehabt und dort mehrere Meldungen verändert haben. 2002 gelang es dem 22-Jährigen, in das interne Netzwerk der New York Times vorzudringen, wo er vertrauliche Daten von Mitarbeitern einsehen konnte. Auch in das administrative Netzwerk des Telecom-Konzerns und Backbone-Betreibers MCI WorldCom konnte Lamo eindringen.

Gegen Lamo wurde zuletzt nur noch wegen des Vorfalls bei der Zeitung verhandelt. Andere Vorwürfe waren fallengelassen worden. US-Medien berichten, Lamo drohe eine Haftstrafe von zwölf Monaten und eine Geldstrafe in Höhe von 2000 bis 20.000 US-Dollar. (wst)