Mobilfunk-Dienstleister Jamba will bis zu 150 neue Jobs schaffen
Die Politik verlasse sich zu sehr auf die Attraktivität der Stadt, kritisierte der Chef des Handy-Portals das Vorgehen des Berliner Senats.
Der Berliner Mobilfunkdienstleister Jamba AG will nach einem Bericht des Tagesspiegel in diesem Jahr 100 bis 150 neue Mitarbeiter einstellen. Das kündigte Marc Samwer an, der gemeinsam mit seinen beiden Brüdern die Jamba AG führt, die als Handy-Portal Dienste und Anwendungen sowie Produkte wie beispielsweise Hintergrundbilder und Klingeltöne anbietet. Zusätzliche Ausbildungsplätze werden aber nicht herausspringen: "Wir bilden nicht aus, wir schaffen Jobs", sagte Samwer. Für die von der Regierung geplante Ausbildungsplatzabgabe hat Samwer wenig Verständnis.
Der 32- jährige Unternehmer sagte, er sei von der Berliner Politik enttäuscht. "Von einer Stadt, die so dringend neue Wirtschaftsansiedlungen braucht wie Berlin, erwarte ich, dass Politik und Verwaltung das zum Thema Nummer eins machen. Das tun sie aber nicht", sagte Samwer. Die Politik verlasse sich zu sehr auf die Attraktivität der Stadt. "Hier tanzt der Bär, heißt es immer", sagte Samwer. "Das gilt nachts, aber nicht tagsüber." (jk)