Silex schafft Peripherie-Anschluss in virtuellen Welten
Der Einsatz von Server-Virtualisierungsanwendungen bringt Probleme bei der Anbindung von Peripheriegeräten mit sich. Silex eröffnet dem Handel hier ein interessantes Geschäftsfeld, denn über die USB-Deviceserver des Herstellers lassen sich beispielsweise Drucker oder Dongles auch direkt an Thin Clients in Citrix-Umgebungen oder in Verbindung mit VMware-Servern nutzen.
Für die Konsolidierung und Zentralisierung von Server-Anwendungen ist die Virtualisierung eine willkommene und immer häufiger eingesetzte Methode. Im Hinblick auf die Anbindung von Peripheriegeräten, die typischerweise über USB angeschlossen werden – beispielsweise die für Datev-Anwendungen erforderlichen Dongles –, werfen Virtualisierungslösungen wie VMware, Citrix oder Microsofts Virtual Server jedoch Probleme auf: "Der physikalische USP-Port auf dem Server kann ja nicht direkt angesprochen werden", erklärt Christoph Grüten, Vertriebsleiter der Silex Technology Europe GmbH.
(Bild:Â Silex)
Das ursprünglich auf Print-Server spezialisierte Unternehmen widmet sich daher vermehrt der Entwicklung von USB Deviceservern – wie etwa dem zum Jahresanfang vorgestellten Gigabit-Ethernet-Modell SX-3000GB –, die diese "Verbindungslücke" in den virtuellen Welten schließen sollen. USB-Geräte wie Drucker, Festplatten oder Dongles können auf diesem Wege beispielsweise auch direkt an Thin Clients oder virtuelle Maschinen angebunden werden. Dazu erhält der USB Deviceserver eine IP Adresse. Eine spezielle Software von Silex erlaubt dann über einen virtuellen USB-Port-Treiber auf dem Server den Zugriff auf die angebundenen Geräte. Angesichts des wachsenden Virtualisierungsmarktes eröffnet sich für Fachhändler hier ein attraktives Geschäftsfeld. Denn allein die Margen für die Silex-Hardware liegen bei mindestens 30 Prozent, verrät Grüten.
Darüber hinaus spielt aber der Service ein gewichtige Rolle. Silex steht grundsätzlich Endkunden wie auch seinen derzeit rund 3000 Partnern in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Support und Service zur Seite – bei Bedarf sogar remote. "Unsere Produkte sind allerdings so ausgereift, das wir nur ein geringes Supportaufkommen verzeichnen", freut sich Grüten. Die Print- und USB-Deviceserver, die rund 80 Prozent des Gesamtumsatz von Silex ausmachen, bezieht der Fachhandel über eine Reihe von Distributoren – darunter Broadliner wie Ingram Micro und Also, aber auch zahlreiche Spezialisten wie etwa BHS Binkert, Systeam, Papyrus, RS Systeme oder Kofax. Denn seit dem vergangenen Jahr hat der Hersteller nahezu komplett auf ein zweistufiges Vertriebsmodell umgestellt – allein Conrad Elektronik wird noch direkt bereut. (map)