Neuer elektrisch leitender Kunststoff entwickelt
Die US-amerikanische Firma TDA Research hat einen elektrisch leitenden Kunststoff entwickelt, der mit organischen Lösungsmitteln löslich ist. Er soll die Herstellung von OLEDs erleichtern und deren Lebensdauer erhöhen.
Die US-amerikanische Firma TDA Research hat im Auftrag der National Science Foundation einen neuen, elektrisch leitenden, Kunststoff namens Oligotron entwickelt, heiĂźt es in einer Mitteilung der NSF.
Leitende Kunststoffe beziehungsweise Polymere sind zwar an sich nichts Neues, aber wie normale Polymere sind sie nur schwer zu verarbeiten, wenn sie nicht gelöst werden können. Anfangs waren leitende Kunststoffe überhaupt nicht löslich. Erst kürzlich wurden wasserlösliche leitende Polymere entdeckt, die so genannten Pedots (Polyethylendioxythiophen). Oligotron ist eine Abwandlung von Pedot und ist jetzt auch in organischen Lösungsmitteln wie Azeton löslich. Da andere Kunststoffe und sonstige Materialien wie Metalle in den Bauelementen sehr empfindlich auf Wasser oder Sauerstoff reagieren, ist deren Kombination mit Pedots in der Verarbeitung schwierig zu handhaben.
Die Löslichkeit spielt beispielsweise bei OLEDs (Organic Light-Emitting-Diodes) eine wichtige Rolle, wo die Pedots als Elektrodenbeschichtung eingesetzt werden. OLEDs haben im Vergleich zu LCDs kürzere Reaktionszeiten, keine Blickwinkelabhängigkeit und erreichen höhere Leuchtdichten. Das größte Problem ist aber die Lebensdauer, welche noch nicht die Werte von guten Flüssigkristallanzeigen erreicht. Diese hängt wesentlich vom Kontakt der Schichten mit Sauerstoff ab. Hier soll das neue Material ebenfalls massive Vorteile bieten. (mhe)