Microsofts Format fĂĽr High Definition Video gewinnt weiter an Boden
Auf der derzeit laufenden Broadcaster-Konferenz hat Microsoft eine Version der DVD-Authoring-Software "DVD Producer" präsentiert, die ihr Kompressionsformat für hochauflösende Videos unterstützt.
Auf der Konferenz der "National Association of Broadcasters" (NAB) hat Microsoft eine Version der DVD-Authoring-Software "DVD Producer" präsentiert, die auch das hauseigene Kompressionsformat für hochauflösende Videos unterstützt. Die WMV-HD-Version des Programms DVD Producer aus dem Hause Sonic wird laut Microsoft in Kürze als Beta-Version erhältlich sein. Die Software soll dann im September in den USA zu einem noch nicht genannten Preis auf dem Markt erscheinen. DVD Producer richtet sich schon in der normalen Version mit einem Preis um 3000 Euro eher an professionelle Anwender. Allerdings kündigte Microsoft bereits einen Windows-XP-Rechner aus dem Hause Boxx Technologies an, mit dem sich zu einem vergleichsweise niedrigen Preis WMV-HD-DVD-Authoring durchführen lassen soll.
Microsoft gab zudem bekannt, dass WMV HD künftig bei einigen Distributoren und Inhaltsanbietern und auch als Standard für den amerikanischen Satelliten-TV-Sender Voom zum Einsatz kommt, der sich auf hochauflösendes Fernsehen spezialisiert hat. Dass klingt erst einmal recht viel versprechend, allerdings mutmaßten Kritiker unlängst, dass der Pay-TV-Sender mit seinem Vorhaben, gegen monatliche Gebühren ab 40 US-Dollar bis zu 39 HDTV-Programme anzubieten, scheitern werde: In den ersten fünf Monaten seit dem Start konnte Voom erst 1627 Kunden gewinnen. Neben der großen Konkurrenz durch DirecTV und EchoStar mit mehr als 20 Millionen Abonnenten, die bis Jahresende ihr HDTV-Angebot ebenfalls erweitern wollen, sehen Experten den Grund hierfür vor allem im hohen Einstiegspreis: Immerhin kostet der für den Empfang nötige Sat-Receiver stolze 750 US-Dollar. Voom versucht nun das Steuer noch einmal herumzureißen, indem es die Boxen an Neukunden für 9,50 US-Dollar monatlich verleiht. (nij)