Sony erwartet höheren Gewinn

Sonys neue Spielekonsole PSX, eine der Innovationen, mit der Konzern-Chef Nobuyuki Idei das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs bringen will, verkauft sich aber bisher möglicherweise nicht so gut wie erhofft.

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  • dpa

Der japanische Elektronikriese Sony rechnet für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem höheren Gewinn als bisher erwartet. Wie der nach Matsushita weltweit zweitgrößte Hersteller von Unterhaltungselektronik mitteilte, dürfte sich der Nettogewinn der Gruppe zum Bilanzstichtag 31. März auf 88 Milliarden Yen (684,70 Millionen Euro) belaufen. Zuvor war Sony noch von 55 Milliarden Yen (428 Millionen Euro) ausgegangen. Hintergrund sind Wechselkurs-Gewinne sowie verbesserte Resultate im Film- und Finanzgeschäft. Wegen zusätzlicher Kosten durch die laufenden Umstrukturierungen des Konzerns revidierte Sony jedoch die operative Gewinnprognose von 100 auf 99 Milliarden Yen (770,2 Millionen Euro) nach unten. Beim Umsatz rechnet Sony mit 7,5 Billionen (58,4 Milliarden Euro) statt zuvor erwarteter 7,4 Billionen Yen (57,6 Milliarden Euro). Die Bilanz wird am 27. April vorgelegt.

Sonys neue Spielekonsole PSX, eine der Innovationen, mit der Konzern-Chef Nobuyuki Idei das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs bringen will, verkauft sich bisher möglicherweise nicht so gut wie erhofft. Die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg zitierte Analysten, wonach Sony das angepeilte Verkaufsziel von einer Million Geräten im ersten Jahr verfehlen könnte. Bis März habe das Unternehmen vermutlich gerade 150.000 der Konsolen ausgeliefert, hieß es. Als Konsole sei die PSX nichts Neues und habe ansonsten nicht all die Funktionen, die ein Sony-DVD-Recorder habe, nennen Analysten als Grund. Die PSX ist eine Kombination aus DVD-Recorder und Playstation 2, dem Platzhirsch auf dem umkämpften Markt für Videospiele-Konsolen.

Japans führende Elektronikunternehmen dürften insgesamt nach Schätzungen von Analysten für das abgelaufene Geschäftsjahr deutlich höhere Erträge ausweisen und auch im laufenden Geschäftsjahr, das am 31. März 2005 endet, weitere Zuwächse erzielen. Fumiaki Sato, Experte bei Deutsche Securities, warnte jedoch in einem Interview mit der japanischen Nachrichtenagentur Jiji vor einem Abflauen der Nachfrage nach digitalen Elektronikprodukten in der 2. Hälfte des Geschäftsjahres nach Ende der Olympiade in Athen. Dies würden die Konzerne jedoch vermutlich in ihren Prognosen nicht berücksichtigen. (dpa) / (jk)