Strato einigt sich mit Registrar Network Solutions
Im Streit um den Verbleib von etwa 240.000 .com-, .net- und .org-Domains hat sich der Berliner Webhoster Strato offenbar mit dem Registrar Network Solutions (NSI) geeinigt.
Im Streit um den Verbleib von etwa 240.000 .com-, .net- und .org-Domains hat sich der Berliner Webhoster Strato offenbar mit dem Registrar Network Solutions (NSI) geeinigt. Bis zum Januar 2004 hatte Strato alle .com-, .net- und .org-Domains bei NSI registriert und verwaltet. Den entsprechenden Vertrag kĂĽndigte Strato zum 2. Januar und hatte vor, die entsprechenden Domains von etwa 100.000 Kunden zum Registrar Cronon, einer Schwesterfirma, ziehen zu lassen. NSI gab die Strato-Domains aber nicht kampflos auf.
Das Unternehmen versuchte, die Kunden des deutschen Providers ĂĽber dessen Kopf hinweg per E-Mail und Briefpost zum Abschluss eines vergleichsweise teuren Registrierungsauftrags zu ĂĽberreden. Gleichzeitig sperrte NSI Strato den Zugriff auf die Registrierungsdatenbank und beharrte seitdem darauf, keine Vertragsbeziehung mit Strato, wohl aber mit den Strato-Kunden zu haben. Genau das bestritt Strato stets.
In einer Mitteilung hat der Provider heute diese Position aufgegeben: "Mit der Beendigung des Rechtsstreits haben sich beide Unternehmen darauf geeinigt, im Interesse ihrer gemeinsamen Kunden zusammenzuarbeiten", heißt es da. Als Ergebnis der Einigung werde Strato eine Zahlung an NSI leisten "und im Gegenzug beschränkten Zugriff auf die Software-Tools von NSI bekommen, die zur Verwaltung und zum Transfer der Domain-Namen der Kunden benötigt werden". Über Details der Vereinbarung bewahren beide Unternehmen Stillschweigen, teilte Strato auf Nachfrage mit. (hob)