ASML steigert Umsatz und macht Gewinn
Der niederländische Ausrüster für die Chip-Produktion sieht einen stärkeren Auftragseingang dank steigender Chip-Nachfrage, der die Hersteller wieder mit Ausweitung der Produktionskapazität begegnen müssten.
Die niederländische ASML, größter Hersteller von Lithographie-Systemen für die Chip-Produktion, hat für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von 453 Millionen Euro gemeldet, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal von 42 Prozent. Der Nettogewinn betrug 21 Millionen Euro; im Vorjahr hatte man noch einen Verlust von 82 Millionen Euro hinnehmen müssen.
Der Auftragsbestand nahm ebenfalls stark zu, von 93 Lithographie-Systemen für 889 Millionen Euro im ersten Quartal 2003 auf jetzt 163 Systeme für fast 1,4 Milliarden Euro -- davon sollen 75 Prozent innerhalb des nächsten halben Jahres ausgeliefert werden. Die Bruttomarge bei den Systemen stieg dabei um 15 Prozentpunkte auf rund 32 Prozent.
Die gute Entwicklung sieht ASML als Folge der allgemein starken Chip-Nachfrage, der die Hersteller mit Ausweitungen der Produktionskapazität nachkommen müssten. Besonders bei Maskengrößen von 248 Nanometer erwarte man im weiteren Verlauf des Jahres gute Absatzzahlen, der kostengünstigere 193 Nanometer-Bereich werde aber gegen Ende des Jahres überwiegen. Auch die Herstellung von 300 Millimeter-Wafern wird nach Angaben von ASML immer beliebter, 200 Millimeter-Systeme verkauften sich im letzten Quartal aber immer noch gut.
Die Zahlen verfehlten zwar die Erwartungen der Analysten, die jedoch in der gestiegenen Bruttomarge und besserer Auftragslage positive Zeichen sehen. Für das weitere Quartal erwartet das Unternehmen ähnliche Ergebnisse. (mhe)