Microsoft tritt gegen Spyware an

Microsoft hat diese Tage zusammen mit anderen Unternehmen der US-amerikanischen Federal Trade Commission (FTC) während eines Workshops dargestellt, wie gegen Spyware vorgegangen werden soll.

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Microsoft hat diese Tage zusammen mit anderen Unternehmen der US-amerikanischen Federal Trade Commission (FTC) während eines Workshops dargestellt, wie das Unternehmen gegen Spyware vorgehen will. Die Redmonder sehen Aufklärung der Verbraucher, die Entwicklung von Anti-Spyware-Software und Absichtserklärungen der Industrie für effektiver als Gesetze. Vor diesem Hintergrund habe Microsoft eigens eine neue Website eingerichtet, die sich nur um Spyware und die Abwehrmöglichkeiten kümmert. Außerdem werde Windows XP in dieser Hinsicht verbessert.

Die FTC reagierte mit dem Workshop auf wachsende Befürchtungen über die Auswirkungen betrügerischer Software. Sie sammelt Informationen und will diese für Aufklärungskampagnen einsetzen. Auch Verbraucherschützer, die ebenfalls an dem Workshop teilgenommen haben, sehen eine stetige Zunahme von Spyware. Der US-amerikanische Provider Earthlink und Webroot Software hatten kürzlich gemeldet, rund 90 Prozent der am Internet angeschlossenen Computer sei bereits mit Spyware verseucht.

Um dem zu begegnen, hat Microsoft ein paar Tipps parat. Zunächst sollten die Nutzer die Sicherheitsfunktionen ihres Web-Browsers optimal einstellen. Für den Internet Explorer empfiehlt Microsoft bei der "Datenschutzeinstellung" die Einstellung "Mittel" oder höher. Auch sollten die Nutzer keine Downloads von unbekannten Anbietern annehmen, sondern nur von Websites, denen sie vertrauen. Es gebe Anzeichen für Spyware, auf die Surfer achten sollten, zum Beispiel wenn der Browser nach dem Start eine unbekannte Website anzeigt. Im nächsten Schritt könne die Spyware durch entsprechende Werkzeuge, die oft von Providern angeboten werden, entfernt werden. Außerdem sollte Windows immer auf dem neuesten Stand gehalten werden. (anw)