Toshibas Hotspot-Pläne zurechtgestutzt
Als "strategische Allianz" bezeichnet Toshiba seinen Rückzug aus dem WLAN-Hotspot-Geschäft in den USA.
Als "strategische Allianz" bezeichnet Toshiba seinen Rückzug aus dem WLAN-Hotspot-Geschäft in den USA: Am 4. März 2003 hatte das Unternehmen den Start seines SurfHere-Angebots bekannt gegeben, bis Ende 2003 hätten die Vereinigten Staaten mit 10.000 öffentlichen WLAN-Accesspoints bestückt werden sollen. Geworden sind es einige Hundert -- und diese sollen jetzt an Cometa Networks abgegeben werden. Die Besitzer der von Toshiba America Information Systems (TAIS) versorgten Räumlichkeiten können jedoch auch zu einem anderen Netz wechseln. Außerhalb der USA sind aktuell 17 Lokalitäten in Großbritannien sowie ein Hotspot im Toshiba-Quartier in Regensburg für SurfHere-User nutzbar.
"Das strategische Ziel dieser Partnerschaft ist die weitere Erschließung jener mobilen Werte, von denen unsere Kunden erwarten, dass wir sie liefern", schalmeite der Vizepräsident von TAIS, Chris Harrington. "Nachdem wir die aufkeimende Hotspot-Industrie stimuliert haben, glauben wir, dass wir das strategische Ziel von SurfHere am besten durch diese Allianz mit Cometa weiter verfolgen." Der neue Partner ist ein Joint Venture von Intel, IBM, AT&T, 3i und weiteren Unternehmen mit Vorhaben, welche die ursprünglichen Toshiba-Pläne um 100 Prozent übertreffen. Im Dezember 2002 gestartet, sollte Cometa in den folgenden Jahren 20.000 Zugangspunkte errichten. Hier ist noch viel zu tun, sind es doch bislang nicht einmal 200. Das Ziel, bis Ende 2003 in den 50 größten Städten der USA vertreten zu sein, wurde nicht erfüllt -- lediglich New York (#1) und Seattle (#25) wurden erschlossen.
Sowohl Toshiba als auch Cometa bearben sich um den Kontrakt mit McDonald's USA. Die in Feldversuchen errichteten Hotspots bilden den Kern von SurfHere beziehungsweise Cometa, den Gesamtauftrag für die Ausstattung der über 12.000 Fastfood-Restaurants hat jedoch jemand anderer erhalten: Wayport brät schon etwas kleinere Burger, will bis Ende 2004 aber immer noch 6.000 McDonalds-Franchisenehmer mit WLAN ausrüsten. Der tatsächliche Zuwachs zum Cometa Network dürfte sich durch den Deal mit Toshiba allerdings in Grenzen halten -- Wayport und McDonald's werden den Gastronomen sicher attraktive Angebote unterbreiten. (Daniel AJ Sokolov) / (jk)