Roboter helfen Schlaganfall-Patienten
Rehabilitation nach einem Schlaganfall bedeutet tausendfaches Wiederholen von simplen Bewegungen - in Zukunft ein Job fĂĽr Roboter
Je länger und intensiver ein Patient nach einem Schlaganfall beim Wiedererlernen von Bewegungen unterstützt wird, desto besser sind seine Heilungschancen. In Zeiten knapper Kassen wird aber auch an der Rehabilitation gespart. Hier kommen Roboter ins Spiel -- sie sind in mancher Hinsicht sogar hilfreicher als menschliches Personal, berichtet Technology Review aktuell.
An Reha-Robotern wird bereits seit ĂĽber zehn Jahren geforscht -- in Europa, Asien und den USA. Wichtige Anbieter sind zum Beispiel Interactive Motion Technologies aus Cambridge in den USA und Hocoma aus Staefa in der Schweiz. In ersten Versuchen halten sie bereits Einzug in Kliniken.
Das System von Interactive Motion besteht aus einem Roboter-Arm, der sich in zwei Dimensionen bewegt und bei der Heilung der Schulter- und Ellbogen-Bewegungen hilft. Dabei wird der gelähmte Arm eines Patienten immer wieder durch bestimmte Bewegungsmuster gelenkt. Die Patienten schauen dabei auf einen Bildschirm und spielen laut Neville Hogan, Gehirnforscher am MIT, "das langweiligste Videospiel der Welt". Der Roboter kann den Benutzer nach seinen Worten deutlich präziser fordern als ein Krankengymnast -- außerdem ermüdet er dabei nicht.
Siehe dazu den Artikel in Technology Review aktuell: (sma)