Microsoft kämpft gegen Kinderpornografie
Der Softwarekonzern hat zusammen mit einer Kinderschutzorganisation und Interpol eine weltweite Kampagne gestartet.
Der US-amerikanische Softwarekonzern Microsoft hat zusammen mit dem International Centre for Missing and Exploited Children (ICMEC) und Interpol eine weltweite Kampagne gegen Kinderpornografie gestartet. Dazu hatten die Redmonder bereits im vergangenen Jahr zusammen mit dem ICMEC ein Trainingsprogramm für staatliche Ermittler eingerichtet, die mit der Untersuchung von Straftaten gegen Kinder mit Computern befasst sind, heißt es in einer Mitteilung von Microsoft.
Microsoft habe die Hälfte der 1 Million US-Dollar beigetragen, mit denen die Kampagne finanziert werden soll. Unter anderem sollen die Bemühungen von Strafverfolgern, Organisationen und einzelnen Bürgern koordiniert werden. Ein wichtiger Punkt sei auch, dass weltweit die Aufmerksamkeit für das Thema gesteigert werden soll.
Ein Ziel ist die Einrichtung eines globalen Überwachungssystems gegen die Verbreitung von Kinderpornografie. Weiter sollen Systeme entwickelt werden, mit denen Opfer identifiziert und Straftäter besser verfolgt werden können. Die Kampagne setzt sich auch für einheitlichere Gesetze ein.
Sheila Johnson vom ICMEC verdeutlicht die Ausmaße des Problems: "Im vergangenen Jahr sind mehr als 200.000 Berichte über Kinderpornografie im Internet bei uns eingegangen." Es müsse für den Kampf gegen die Verbreitung von Kinderpornografie ein weltweites Netzwerk aufgebaut werden. Auch für Microsoft als ein Marktführer und einer der größten Internet-Provider sei die Lösung des Problems dringend, wie Nancy Anderson vom Redmonder Konzern betont. (anw)