PC-Spiel soll angebliche Vorteile von Nvidia-Grafikchip zeigen

Behauptungen von Nvidia und der Entwickler des Spiels Far Cry sorgen für heftige Diskussionen über die Leistungsfähigkeit der Grafikchips von Nvidia und ATI.

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Von
  • Manfred Bertuch

Nvidia behauptet, dass ihr neuster Grafikchip GeForce 6800 Ultra die Bildqualität im Spiel Far Cry verbessert. ATI nennt laut der Nachrichten-Site Inquirer dafür ganz andere Gründe.

Die von Nvidia auf einer Veranstaltung in Genf demonstrierten Verbesserungen, seien durch das Shader Model 3.0 möglich, die der GeForce 6800 als erster Chip beherrscht. Da ATI lediglich Pixel Shader 2.0 vorweisen kann, ist dies ein wichtiges Marketing-Argument für Nvidia. ATI widerspricht nun der Aussage Nvidias und erklärt, dass sich die Bildqualität durch Shader Model 3.0 gegenüber Model 2.0 nicht weiter verbessere.

Das Shader Model 3.0 ermöglicht unter anderem Sprünge und Subroutinen in den Berechnungen der Pixelfarbwerte, sodass man ein und dasselbe Shader-Programm für verschieden aussehende Oberflächen oder für die Beleuchtung durch eine variable Anzahl von Lichtquellen benutzen kann. Das Shader Model 2.0 erfordert jedes Mal ein neues Programm, sobald sich die Zahl der Lichtquellen oder die Oberflächeneigenschaften ändern. Shader Model 3.0 vereinfacht daher die Arbeit für die Entwickler. Laut ATI hat Nvidia in Genf vielmehr die Unterschiede zwischen den Shadern 1.1 und 2.0 gezeigt. Shader 1.1 setzt für die Berechnung Festkommaarithmetik ein, während Shader nach den Modellen 2.0 und 3.0 im genaueren Gleitkommaformat rechnen.

Die Entwickler von Far Cry schreiben im Readme tatsächlich, dass das Spiel mit dem Patch 1.1 den Nvidia-Chip und Shader Model 3.0 unterstützt. Das ist schon allein deswegen fraglich, da die dafür erforderliche Version von DirectX 9.0c noch gar nicht verfügbar ist. Bei von c't durchgeführten Tests stellte sich heraus, dass der Patch in erster Linie erhebliche Bildfehler beseitigt, die der GeForce-6800-Chip sonst in dem Spiel produziert. (Manfred Bertuch) / (jk)