Nero 10 startet mit Disc Spanning und schlauem Videoschnitt

In der jetzt veröffentlichten zehnten Version kann Nero endlich große Verzeichnisse über mehrere Rohlinge verteilen. Anwender können HD-Videos zwar schneiden, ein Player für Blu-ray-Filme fehlt jedoch.

vorlesen Druckansicht 213 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Nero hat die zehnte Auflage seiner Windows-Brenn-Suite zum Preis von 70 Euro veröffentlicht. Knapp 300 MByte umfasst die Download-Version, die man 15 Tage lang kostenlos testen darf. Die hauseigene Installationsroutine wurde durch InstallShield ersetzt, das die Suite innerhalb weniger Minuten auf dem Rechner einrichtet.

Nero Burning ROM hat endlich das sogenannte Disc Spanning gelernt, bei dem zu große Dateien oder Verzeichnisse automatisch über mehrere Datenträger (und -Typen) verteilt werden. Um übergroße Dateien wieder zurückzuspielen, wird automatisch das Windows-Tool NeroDiscMerge mit auf die Discs kopiert. Für Verzeichnisse mit kleinen Dateien ist es nicht nötig. Die bislang nur für LG-Laufwerke vorgesehene Funktion SecureDisc, die Daten redundant und verschlüsselt abspeichert, steht nun auch auf anderen Brennern für CDs, DVDs und BDs zur Verfügung.

Das mitgelieferte Nero Vision Xtra schneidet und rekodiert hochauflösende Videos in MPEG-2 und H.264 (letzteres auch CUDA-beschleunigt). Anwender können AVCHDs und Blu-ray Discs im BDMV-Format mit 5.1-Ton, Picture-in-Picture und 24p-Ausgabe erstellen. Das Smart-Encoding rekodiert dabei nur die tatsächlich geänderten Abschnitte neu. Blu-ray-Filme spielt die Suite hingegen nicht ab. Eine kostenpflichtige Erweiterung soll bis zum Jahresende folgen.

Der MediaHub organisiert ähnlich wie der Windows Media Player Bilder, Filme und Musik. Dazu durchsucht Nero aber nicht mehr mit dem Scout die Festplatten, sondern importiert unter Windows 7 die Mediendatenbank des Betriebssystems. Ebenfalls in der Suite enthalten sind eine Backup-Software sowie kleinere Analyse- und Kopier-Tools. (hag)