Unternehmen fordern einheitliches Urheberrecht in der EU
PricewaterhouseCoopers hat im Auftrag einiger Unternehmen EU-Ministern ein Papier mit Forderungen unter anderem zum "Schutz geistigen Eigentums" vorgelegt.
OD2, AOL Europe, Cisco, Telecom Italia und andere Unternehmen fordern eine einheitliche Regelung des "Schutzes geistigen Eigentums" in Europa. PricewaterhouseCoopers hat ein Papier mit Forderungen zu diesem Thema und anderen Bereichen erarbeitet und vergangene Woche den im irischen Dundalk versammelten Ministern der EU-Staaten vorgelegt. Es müsse auch einheitliche Regelungen für "digitale Dienste" geben, die die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Breitbanddienste nicht behinderten, sowie für die Spam-Bekämpfung, das E-Government und die Förderung von Breitband-Internetzugängen.
Die Unternehmen unterstützen die "Richtlinie über die Maßnahmen und Verfahren zum Schutz der Rechte an geistigem Eigentum", die im März vom EU-Parlament beschlossen wurde. Allerdings sorge sie nur für eine minimale Harmonisierung.
Die EU-Minister hatten sich vergangene Woche in Irland getroffen, um unter anderem über die Entwicklung der Verbreitung von schnellen Internetzugängen zu beraten. Martina King von Yahoo Europe zeigte sich erfreut über die Qualität der Diskussionen während des Treffens. Sie hat den Eindruck, dass die Minister gut informiert sind und sich wegen der Entwicklung von Breitband-Internetzugängen sorgen.
King sieht Probleme durch uneinheitliche Urheberrechtsregelungen in den EU-Mitgliedsstaaten. Dadurch könnten Internet-Provider wie ihr Unternehmen nur schwierig Geschäfte mit Musikanbietern machen und ein europaweites Download-Angebot aufbauen. Seit Juni vergangenen Jahres gibt es von Yahoo einen Dienst namens Launch für Deutschland, Großbritannien, Irland, Frankreich, Italien und Spanien. Er soll zu einer globalen Marke weiterentwickelt werden. (anw)