Primacom erwirtschaftet erneut Fehlbetrag

Der Umsatz des Mainzer Kabelnetzbetreibers wuchs im vergangenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 15,9 Millionen oder 8,7 Prozent auf 197,9 Millionen Euro. Wegen der hohen Schulden steht das Unternehmen dennoch vor der Auflösung.

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  • dpa

Der Mainzer Kabelnetzbetreiber Primacom AG hat im Geschäftsjahr 2003 trotz gestiegener Umsatz- und Ergebniswerte einen Fehlbetrag von 118,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Dazu hätten vor allem Abschreibungen und Zinszahlungen beigetragen, teilte das Unternehmen heute mit.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg gegenüber dem Geschäftsjahr 2002 um 27,9 Millionen oder 35,3 Prozent auf 107,0 Millionen Euro, was vor allem "auf den positiven Beitrag des Highspeed-Internetzugangsdienstes und anhaltende Maßnahmen zur Kostenreduzierung zurückzuführen" sei. Der Umsatz wuchs den Angaben zufolge um 15,9 Millionen oder 8,7 Prozent auf 197,9 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis stieg um 36,3 Millionen auf 19,4 Millionen Euro.

Trotz dieser Geschäftsentwicklung steht die Gesellschaft nach einer geplanten Vermögensübertragung an die Apollo-Tochter BK Breitband Kabelnetz Holding GmbH vor der Auflösung. Hintergrund ist die hohe Schuldenlast der Primacom AG. "Zum 31. Dezember 2003 belief sich die konsolidierte Gesamtverschuldung von PrimaCom auf rund 946,4 Millionen Euro", teilte das Unternehmen mit. Im Ergebnis wies die Gesellschaft danach zum Jahresende ein negatives Eigenkapital in Höhe von 84,9 Millionen Euro aus, gegenüber einem positiven Eigenkapital in Höhe von 33,0 Millionen Ende 2002. (dpa) / (anw)