Fraunhofer-Gesellschaft zeigt sich zufrieden

Die Fraunhofer-Gesellschaft, die im Auftrag von Wirtschaft und öffentlicher Hand in über 58 Instituten anwendungsorientierte Forschung betreibt, ist trotz widriger Umstände mit dem Ergebnis für das Jahr 2003 zufrieden.

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Von
  • Mattias Hermannstorfer

Die Fraunhofer-Gesellschaft, die im Auftrag von Wirtschaft und öffentlicher Hand in über 58 Instituten anwendungsorientierte Forschung betreibt, ist trotz widriger Umstände mit dem Ergebnis für das Jahr 2003 zufrieden. Das Finanzvolumen sank leicht um drei Prozent gegenüber 2002 auf 1,04 Milliarden Euro, davon flossen 912 Millionen Euro in die Vertragsforschung, das sind 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Wirtschaftserträge erhöhten sich hingegen um vier Prozent, was die Gesellschaft als Beweis ihrer sehr anwendungsorientierten Forschung wertet.

Besonders der Bund mit einem Minus von zehn Prozent trug zum Rückgang der Erträge aus öffentlichen Forschungsaufträgen bei. Insgesamt lag der Ertrag aus Projektaufträgen der Wirtschaft -- davon mehr als die Hälfte von Firmen mit weniger als 500 Angestellten -- und dem öffentlichen Sektor bei 60 Prozent, der Rest wurde durch die Grundfinanzierung des Bundes und der Länder abgedeckt. Deren schlechte Finanzlage und damit die Kürzung der öffentlichen Beiträge zwinge die Gesellschaft vor allem in der Münchner Zentrale zu einer Verringerung des Personalbestands.

Die Gesellschaft beschäftigt insgesamt etwa 12.700 Mitarbeiter in etwa 80 Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland. Die Attraktivität der Stellen sei besonders wegen der anschließenden Karrieremöglichkeiten in der Wirtschaft sehr hoch, hieß es im Jahresbericht. Von den Mitarbeitern wechseln jährlich rund 500 in die Wirtschaft.

Die Fraunhofer-Gesellschaft sieht ein Problem im wachsenden Gegensatz zwischen dem stagnierenden Budget und dem großen Bedarf an Begleitung von innovativen Ideen durch Forschung und Entwicklung. Daher soll der bisher unbefriedigende Bekanntheitsgrad der Fraunhofer-Gesellschaft in der Öffentlichkeit erhöht werden, um mehr Aufträge zu akquirieren. Dazu wurde Ende 2003 ein einheitliches Leitbild für den Auftritt der Institute eingeführt. Zwölf Leit-Innovationen sollen die größten Marktpotenziale abdecken und eine stärkere Wirkung in der Öffentlichkeit erzielen. (mhe)